Stadt Bern plant Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern

Mit dem Potenzial von rund 70'000 Quadratmetern auf über 600 Objekten könnten rund 30 Prozent des Strombedarfs der städtischen Verwaltungsgebäude solar gedeckt werden.

Die Berner Altstadt bei Nacht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf den Dächern der Stadt Bern soll Jahr für Jahr mehr Strom produziert werden. Keystone

Aufgrund positiver Erfahrungen mit zwei Pilotanlagen - auf dem städtischen Alters- und Pflegeheim Kühlewil und dem Entsorgungshof Fellerstrasse - hat Immobilien Stadt Bern im Herbst 2014 mit dem Energieversorger ewb einen Kooperationsvertrag zum Einbau weiterer Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern unterzeichnet.

Wie aus der Antwort des Gemeinderates auf eine interfraktionelle Parlaments-Motion von BDP/CVP und GFL/EVP hervorgeht, sollen 2015 drei neue Anlagen realisiert werden: auf dem Kindergarten Sulgenbach, dem Entsorgungshof Schermen und auf einem Gewerbegebäude an der Felsenaustrasse.

Zwei bis drei Dächer pro Jahr

Der Gemeinderat geht davon aus, dass ab dem Jahr 2016 jährlich zwei bis drei neue Photovoltaikanlagen realisiert werden können - insbesondere auf Dächern von städtischen Volksschulen. Aus wirtschaftlichen Gründen kommen nur grosse Dachflächen mit einer Minimalfläche von rund 300 Quadratmetern in Frage.

Die Investitionskosten trägt der Energieversorger ewb. Da sich die Stadt aber für 25 Jahre zur Stromabnahme verpflichtet, ist jeweils ein Verpflichtungskredit nötig, so dass der Bau von neuen Anlagen je nach Umfang mindestens dem Stadtparlament vorgelegt werden muss.

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