Stadt Bern vermietet Herrenhäuser zu günstig

Die Stadt Bern besitzt rund 18 sogenannte Herrschaftswohnungen, grosszügige Mietobjekte an bester Lage. Fünf davon werden zu Zinsen vermietet, welche bis zu 50 Prozent unter dem Marktwert liegen. Doch dem Gemeinderat sind die Hände gebunden.

Ein Einfamilienhaus mit grosszügigem Garten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine der 18 Herrschaftswohnungen der Stadt Bern. Ein Herrenhaus im Quartier Kirchenfeld-Schosshalde. ZVG

Früher wurden Herrschaftswohnungen oft an Repräsentanten der Stadt Bern zu günstigen Kondition vermietet. Eine Praxis, die heute längst abgeschafft ist. Trotzdem wohnen in fünf der 18 Wohnungen an bester Lage immer noch Mieter, welche zu tiefe Zinsen bezahlen.

Diese Mietzinsen können aber nicht einfach angepasst werden, sagt der zuständige Gemeinderat Alexandre Schmidt. «Wir müssen uns als Vermieter an die gesetzlichen Grundlagen halten und können die Mieten nur anpassen, wenn sich auch die Hypothekarzinsen verändern.»

Die Mietzinsen könnten auch angepasst werden, wenn grössere Renovationen durchgeführt werden müssen. Doch bei den betroffenen 5 Herrschaftswohnungen war das in den letzten Jahren nicht der Fall. «Wenn aber solche Renovationen anstehen oder wenn der Mieter wechselt, werden wir auch die Mietzinsen bei diesen Wohnungen anpassen», so Alexandre Schmidt.