Stadt Bern will mehr Rasenfläche schaffen

In der Stadt Bern gibt es zu wenig Rasen für Fussballclubs und andere Sportarten. Der Gemeinderat will nun Abhilfe schaffen, erst mit Sofortmassnahmen wie besserer Beleuchtung, später mit neuen Sportplätzen.

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Bildlegende: In den Berner Quartieren fehlt es an Fussballplätzen. Keystone

Der Kampf um freie Rasenflächen in der Stadt Bern ist legendär. Sportklubs stehen sich auf den Füssen herum, Eltern fahren ihre Kinder durch die halbe Stadt zum Training, weil die Anlagen in der Nähe überbelegt sind.

In Zahlen ausgedrückt sind es heute etwa vier Rasenplätze, die fehlen. Das sind 2000 Stunden pro Jahr, in denen Vereine und Schulen kreative Lösungen suchen oder auf Sport verzichten müssen. «Clubs weichen zum Teil auf andere Gemeinden aus, trainieren mit riesigen Gruppen oder führen Wartelisten», sagt Christian Bigler, Leiter des Sportamts der Stadt Bern. Und die Situation werde nicht einfacher, sagt Bigler. Die Stadtbevölkerung wächst und ebenso die Zahl der Schülerinnen und Schüler.

Optimierung mit besserer Beleuchtung

Aber Sportplätze kann man nicht einfach aus dem Boden stampfen. Deshalb will der Gemeinderat mit rasch umsetzbaren Massnahmen zuerst bestehende Sportplätze optimieren. So steht es in der neuen Rasenstrategie der Stadtregierung. Bis 2020 sollen im Murifeld, im Steigerhubel und im Viererfeld Trainingsbeleuchtungen installiert werden, damit die Plätze am Abend länger benützt werden können. Auf der Bodenweid, im Spitalacker und im Steigerhubel soll es neue Garderoben geben, um den Durchfluss zu erhöhen.

Ab 2020 will sich die Stadt an den Bau von drei neuen Naturrasenplätzen im Bottigenmoos im Westen der Stadt machen. Gleichzeitig will der Gemeinderat auf Nachbargemeinden zugehen und Möglichkeiten ausloten, wie gemeinsame Sportrasenflächen entstehen könnten.