Stadt Biel zieht ihren Fussballclub aus dem Sumpf

Der Fussballclub Biel ist nicht nur akut abstiegsgefährdet, er steckt auch finanziell in der Klemme. Die Stadt Biel gewährt dem gebeutelten Verein nun ein Darlehen von 200'000 Franken. Die Rückzahlung ist mit Erträgen aus den Namensrechten am neuen Stadion abgesichert.

Stades de Bienne - die neue «Tissot Arena» - im Bau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Damit in diesem Stadion nächste Saison der FC Biel aufspielen kann, braucht es eine Finanzspritze der Stadt. Keystone

Ziel sei es, dem Club und seiner Nachwuchsabteilung eine finanzielle Absicherung zu gewähren und die laufende Saison finanziell abzudecken, schreibt die Stadt Biel in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Hälfte des Betrags dient der Nachwuchsförderung, der Rest geht an die Aktiengesellschaft des Clubs.

Der FC Biel spielt aktuell in der Challenge League, der zweithöchsten Spielklasse. Dort haben die Bieler die rote Laterne gefasst. Zudem wird der Verein von finanziellen Sorgen geplagt. «Mit dem Darlehen wollen wir verhindern, dass Biel keine Lizenz für die nächste Saison erhält», sagt Finanzdirektorin Silvia Steidle. Der Club wird ab nächstem Sommer in den neuen Bieler Stadien spielen.

Während der Bauzeit der Stades de Bienne musste der Verein vorübergehend in Neuenburg Gastrecht beantragen. Das riss ein Loch in die Vereinskasse. Und weil die Bieler Fussballer aktuell alles andere als gut im Strumpf sind, mangelt es an Zuschauern und Sponsoren.