Stadtberner Volksschulkonferenz empfiehlt späteren Schulbeginn

In Bern können Oberstufenschüler vielleicht schon bald länger schlafen. Die Volksschulkonferenz empfiehlt den Schulen, wann immer möglich auf die erste Lektion am Morgen zu verzichten. Heute beginnt der Unterricht oft um 7:30 Uhr.

Ein Kind unter einer Bettdecke. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer länger schläft, ist später fit fürs Lernen. Keystone

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Später in die Schule

Schülerinnen und Schüler lernen gemäss Studien besser und sind fitter, wenn sie am Morgen länger schlafen können. Das Berner Munzingerschulhaus hat den Unterrichtsbeginn deshalb testweile vor anderthalb Jahren um eine Stunde verschoben.

Ein Machbarkeitsbericht des Schulamts kam Ende 2015 zum Schluss, dass ein späterer Beginn am Morgen auf allen Oberstufen der Stadt möglich sei. Auf dieser Basis hat die Volksschulkonferenz, der Zusammenschluss der sieben Schulkommissionen, nun seine Empfehlung ausgesprochen.

Die Regionalkonferenz Lehrerinnen und Lehrer der Stadt Bern hatte sich Anfang vergangenen Jahres gegen den späteren Unterrichtsbeginn ausgesprochen. Die Lehrerschaft steht sowohl einer kürzeren Mittagspause als auch einem längeren Nachmittag kritisch gegenüber.

Die Volksschulkonferenz hätte den späteren Schulbeginn auch einfach beschliessen können. Aber, sagt die Präsidentin Michaela Korell gegenüber Radio SRF: «Der Zeitpunkt des Unterrichtsbeginns hat auf so viele Dinge Einfluss, zum Beispiel auf Raumbelegungen und Stundenpläne. Da hätten wir uns wohl Schwierigkeiten eingehandelt.» Mit der Empfehlung können nun die Schulen einzeln schauen, wie sie den späteren Schulbeginn umsetzen wollen.

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