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Legende: Video Spannende Wahl ums Berner Präsidium abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 30.11.2016.
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Stadtpräsidium Bern Stadtpräsidium Bern: Wyss fordert von Graffenried heraus

SP-Gemeinderätin Ursula Wyss steigt in den zweiten Wahlgang ums Berner Stadtpräsidium. Das hat sie am Mittwochvormittag vor den Medien kommuniziert. Da Franziska Teuscher (Grüne) auf ihre Kandidatur verzichtet, kommt es damit zum Duell zwischen Wyss und Alec von Graffenried (GFL).

Nach dem ersten Wahlgang am Sonntag hatte sich Ursula Wyss Bedenkzeit ausbedungen, nun hat sie sich entschieden: Die SP-Gemeinderätin steigt am 15. Januar in die Kampfwahl um das Berner Stadtpräsidium gegen GFL-Gemeinderat Alec von Graffenried.

Den Entschluss habe sie nach Rücksprache mit Partei und Familie gefasst, so Wyss an der Medienkonferenz vom Mittwochvormittag. 48 Stunden Zeit habe sie gebraucht, weil ihr manche «Zuschreibungen» über ihre Person in den Medien nahe gegangen seien. Das «Zerrbild einer rücksichtslosen Karrieristin» habe sie getroffen. Trotzdem trete sie nochmals an, denn ihre Chancen seien intakt.

Die grüne Gemeinderätin Franziska Teuscher und ihre Partei hatten am Mittwochmorgen bekanntgegeben, dass sie auf einen zweiten Wahlgang fürs Stadtpräsidium verzichtet.

Alec von Graffenried als Favorit

Alec von Graffenried steigt im zweiten Wahlgang am 15. Januar 2017 als Favorit ins Rennen: Er erzielte im ersten Wahlgang am 27. November mit 13'846 am meisten Stimmen. Ursula Wyss, die lange Zeit als Kronfavoritin fürs Stadtpräsidium galt, lag knapp 1500 Stimmen hinter von Graffenried.

Wer hat die bessere Karten?

Einschätzung von Thomas Pressmann
Alec von Graffenried hat die besseren Chancen. Er holte beim ersten Wahlgang mehr Stimmen. Zudem gilt er für die Mitte und für die Bürgerlichen Wähler als das kleinere Übel. Lieber er, der als Brückenbauer gilt und weniger klare linke Positionen hat als Ursula Wyss. So mögen viele Bürgerliche und Anhänger der Mitte denken. Er kann deshalb auch bei ihnen Stimmen holen. Das hat von Graffenried beim ersten Wahlgang auch bewiesen.

Ursula Wyss dagegen steht in Bern für eine klar linke und soziale Politik. Von Graffenrieds Position ist da weniger pointiert. Die FDP, SVP und die BDP haben ihm denn auch – mehrheitlich – die Unterstützung zugesichert. Trotzdem gilt er noch nicht als gewählt. Die Frage ist, wie die Wählerinnen und Wähler reagieren, welche im ersten Wahlgang die Grüne Franziska Teuscher unterstützen. Mit diesen Stimmen könnte Ursula Wyss Alec von Graffenried durchaus gefährlich werden. Entscheidend wird auch sein, ob die Bürgerlichen überhaupt noch an die Urne gehen und von Graffenried tatsächlich unterstützen. Oder ob sie zu Hause bleiben und den Linken die Ausmarchung ums Stadtpräsidium in Bern überlassen.

Das sagt von Graffenried

Das sagt von Graffenried

Für GFL-Kandidat Alec von Graffenried ist das Rennen ums Berner Stadtpräsidium «relativ offen». Dass Ursula Wyss (SP) erneut antritt, überrascht ihn nicht. Für beide Kandidierenden seien die Chancen auf den Einzug in den Erlacherhof intakt.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    von daher ist auch Frau Wyss keine valable Kandidatin ins Stadtpräsidium.Sie hat nicht das Werkzeug dazu, zuviel Populismus und nix dahinter, da ist Hr.Grafenried noch das kleinere Übel.
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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    Ja die Stadt Bern schreibt schwarze Zahlen, aber um welchen Preis wissen die wenigsten. Da werden Schrebergärten schrittweise aufgehoben ( von RG Stadtregierung abgesegnet versteht sich ) um neue Wohnhäuser zu erstellen. Wunderschöne Grünflächen direkt an der Aare,die sich ideal an einen Park erschliessen würden,werden an Investoren verkauft für neue Wohnbauten ( von RG Stadtregierung abgesegnet ) um die Zersiedung zu stoppen, aber mussten es gerade so erhaltenswerte Grünfläche zum Opfer fallen?
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  • Kommentar von Andreas Krummenacher (Andreas Krummenacher)
    Einigen Blogschreibern gehen da wieder mal die inneren Rösser durch... "Gier", "Machtmensch". Wäre es ein Mann, würde man von zielstrebig und karrierebewusst schreiben. Beim Mann positiv, aber bei Frau Wyss oder Hillary Clinton ist das natürlich pfui und igittigitt. Ist halt schon schade, dass die Frauen von heute nicht mehr dem Bild des 19. Jht's entsprechen....Ich wünsche allen diesen Blogschreibern ein gutes Ankommen im 21. Jht.. Ich mag Ursula und Hillary. Bern hat eine gute Wahl vor sich.
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    1. Antwort von markus kohler (nonickname)
      Ich halte Frau Wyss für gänzlich ungeeignet als Stadtpräsidentin. In diesem Job muss Brücken bauen zwischen Lagern und Werbefigur für die Stadt und nicht für sich sein. Es ist kein Zufall, dass Sie gerne eine unnötige und teure Velobrücke bauen möchte, Gegensätze überwinden ist nicht ihre Sache, weil Sie am Schluss eben gerade nur ihre persönliche Agenda vor Augen hat. Emanzipation bedeutet auch eine Frau nicht wählen zu müssen, das ist 21 Jh.
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