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Bern Freiburg Wallis Stadtregierung will FC Thun aus der Patsche helfen

Der Fussballclub Thun steht finanziell vor dem Abgrund. Die Thuner Stadtregierung will dem Traditionsverein mit einem Darlehen unter die Arme greifen. Voraussetzung ist, dass auch die Wirtschaft mitzieht und das Stadtparlament Mitte Dezember zustimmt.

Bild der leeren Stockhorn Arena in Thun
Legende: Graue Wolken über der Stockhorn Arena: Der FC Thun kämpft einmal mehr ums finanzielle Überleben. Keystone

Wie gross die Finanzspritze in Form eines Darlehens ist, das die Thuner Stadtregierung dem FC Thun zur Verfügung stellen will, ist noch nicht klar. Stadtpräsident Raphael Lanz spricht von einem Betrag «im mittleren sechsstelligen Bereich». Es geht also um mehrere hunderttausend Franken.

In einer Notsituation braucht es aussergewöhnliche Massnahmen.
Autor: Raphael LanzStadtpräsident Thun

Damit handelt die Thuner Regierung entgegen ihrem bisherigen Grundsatz, dem Profi-Fussballclub keine finanzielle Unterstützung zu gewähren. «Wir befinden uns ist einer Notsituation. Und in einer Notsituation braucht es aussergewöhnliche Massnahmen», so Lanz.

Der FC Thun habe als Wirtschaftsfaktor und mit seinen anerkannten Leistungen in der Jugendarbeit und bei der Integration grosse Bedeutung für die Region, betont der Stadtpräsident weiter.

Unterstützung aus der Wirtschaft zwingend

Allerdings macht die Stadt ihre finanzielle Überbrückungshilfe davon abhängig, dass sich auch die Wirtschaft an den Unterstützungsmassnahmen beteiligt. «Der Betrag der Stadt reicht sowieso nicht», so Lanz, «es ist also zwingend, dass sich noch weitere Kreise engagieren.»

Beim FC Thun fehlt nach Angaben von Präsident Markus Lüthi bis Ende Jahr eine Million Franken. Gelinge es nicht, bis Ende Jahr eine Million und bis Ende der Fussballsaison 1,5 Mio. Franken zu generieren, sei die Existenz des Vereins akut gefährdet, so Lüthi.

Hoffnung liegt in der nächsten Saison

Bereits in der nächsten Saison hofft der FC Thun Präsident auf eine Entspannung der finanziellen Situation. Einerseits erhält der Klub mehr Geld von der Swiss Football-League, Lüthi rechnet mit Mehreinnahmen von bis zu einer Million Franken. Andererseits erhofft sich der Klub mehr Zuschauer durch die veränderten Spielzeiten und auch Mehreinnahmen durch Vermietungen der Stockhorn Arena.

Wir befinden uns nicht in einem endlosen schwarzen Loch.
Autor: Markus LüthiPräsident FC Thun

Diese Aussichten hätten ihm den Mut gegeben, an die Öffentlichkeit zu treten, sagt Lüthi. «Wir befinden uns nicht in einem endlosen schwarzen Loch. Sondern sehen eine Zukunft.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
    Ein solcher Spagat ist immer schwierig. Die Profis verdienen genug, brauchen keine Unterstützung, anderseits hat der Verein Junioren, auch diese soziale Arbeit kostet Geld. Es gibt für Junge Menschen Dümmeres, als Sport zu betreiben. Ist es keine Schenkung, sondern ein Darlehen (wiedersehen macht Freude), ist es nicht das "allgemeine Volk", welches bezahlt. Schön, wenn es Thun schafft, weiterhin tollen Fussball zu zeigen.
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  • Kommentar von Niklaus Schmutzli (- Scheidegger)
    ...Verantwortung & Demokratie heisst wiederum: DAS VOLK ZAHLT! (die Tschütteler werden grööööhlen, nicht grännnnen!)
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