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Legende: Audio SRF Wallis-Korrespondentin Priska Dellberg über Kandidaten und Taktik für die Ständeratswahlen 2019 abspielen. Laufzeit 06:56 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 25.01.2019.
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Ständeratswahlen Kanton Wallis Alle gegen die CVP

Seit über 150 Jahren sind beide Walliser Ständeratssitze von CVP-Politikern besetzt. Die SP, die FDP und die SVP versuchen im Herbst, den Unterwalliser Sitz für sich zu gewinnen.

Dafür starten sie mit grossen Namen: Für die Sozialdemokraten kandidiert Nationalrat Mathias Reynard, für die Freisinnigen Nationalrat Philippe Nantermod. Bei der SVP steigt der Parteipräsident der Unterwalliser Sektion ins Rennen, Grossrat Cyrille Fauchère. Alle drei sind noch nicht offiziell bestätigt von der Parteibasis, ihre Nomination im Frühling gilt jedoch als Formsache.

Auf den ersten Blick stehen die Chancen gut: Ständeratspräsident Jean-René Fournier tritt nicht mehr an. Er ist ein politisches Schwergewicht, das nicht einfach zu ersetzen sein wird.

CVP schickt eine Frau ins Rennen

Bei der CVP galt Yannick Buttet lange als gesetzt. Doch dann wurde bekannt, dass er seine Ex-Geliebte belästigt hatte. Im Dezember 2017 trat er als Nationalrat zurück und wurde wegen Nötigung verurteilt.

Nach Monaten des Zweifelns hat sich die CVP schliesslich auf eine Frau geeinigt: Grossrätin Marianne Maret soll es richten. Die 61-jährige ehemalige Gemeindepräsidentin von Troistorrents steigt an der Seite ihres Parteikollegen Beat Rieder aus dem Oberwallis in den Ständeratswahlkampf. Sie ist weit weniger bekannt als ihre Konkurrenten, könnte den CVP-Sitz aber dennoch retten.

Minderheiten zerstritten

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Walliser Minderheitsparteien werden sich in einem wahrscheinlichen zweiten Wahlgang kaum auf einen Kandidaten einigen können. Das wäre aber notwendig, um die jahrzehntelange Dominanz der CVP zu brechen.

SVP-Präsident Cyrille Fauchère macht der FDP zwar Avancen, kann sich vorstellen, in einem zweiten Wahlgang deren Kandidat zu unterstützen. Dass diese Meinung in seiner Partei mehrheitsfähig ist, darf bezweifelt werden. Die FDP will zudem von einem «Päckli» nichts wissen: Sie hätten mit einem Wählerpotential von rund 20 Prozent auch ohne Partner Anspruch auf einen Sitz im Stöckli, sagt FDP-Präsident René Constantin.

Und Mathias Reynard? Der Sozialdemokrat gilt zwar als volksnah und als guter Wahlkämpfer. Bei den letzten nationalen Wahlen sorgte er für eine Überraschung, mit dem zweitbesten Resultat aller Walliser Nationalräte. Allerdings ist er wohl doch zu links, um bei der Ständeratswahl im bürgerlich dominierten Kanton genügend Stimmen zu erhalten.

Priska Dellberg

Priska Dellberg

Wallis-Korrespondentin

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Priska Dellberg arbeitet seit 2007 bei Radio SRF. Sie berichtet für das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» und andere SRF-Sendungen aus dem Wallis.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Das Wallis war viele Jahrzehntelang eine echte "Hochburg" der CVP! Praktisch war somit immer diese CVP beteiligt (mitschuldig), wenn politisch passierte positive oder negative!) "Böcke" (Fehler) geschossen wurden. Langsam werden jetzt aber oft Kandidaten aus anderen Parteien gewählt. Doch alle anderen aufkommenden Parteien stehen unter Dauerbeobachtung der CVP (siehe das Debakel des einst mit dem besten Resultat gewählten SVPlers Freysinger!). Es werden auch künftig kaum Nicht-CVPler Ständerat!
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