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Ein Hund und Schafe.
Legende: Auf einer Walliser Alp wird der Herdenschutzhund durch einen Zivildienstler ersetzt. Keystone/Symbolbild
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Bern Freiburg Wallis Statt Herdenhund beschützt ein Zivildienstler die Walliser Schafe

Diesen Sommer soll ein Mann im Zivildienst statt ein Herdenschutzhund die Schafe auf der Törbjeralp vor dem Wolf schützen. Dieses Konzept hat die Walliser Regierung zusammen mit der Fachstelle Agridea als Notlösung für diesen Sommer entwickelt.

Die Alp ob Törbel gilt eigentlich laut Studie der Agridea als nicht schützbar. Der Aufwand für die entsprechenden Schutzmassnahmen wäre zu hoch. So haben die Schäfer ihre rund 100 Schafe auch dieses Jahr ohne besondere Schutzmassnahmen auf die Alp getrieben. Dieses Jahr allerdings hat der Wolf zugeschlagen und 10 Schafe gerissen.

Zusammen mit dem Kanton und der Fachstelle Agridea haben die Schäfer nach Möglichkeiten gesucht, ihre Schafe doch irgendwie vor dem Wolf zu schützen. Der Einsatz von Schutzhunden kam nicht in Frage, weil die Alpe zu einem stark genutzten Wandergebiet gehört und die Schutzhunde möglicherweise agressiv auf Wanderer reagieren könnten.

Audio
Neue Wege im Walliser Herdenschutz (8.7.2014)
01:47 min
abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.

So kam man laut Moritz Schwery, Herdenschutzfachmann des Kantons, auf die Idee, einen Zivildienstleistenden auf der Alp einzusetzen: «Er soll primär die Schäfer bei ihrer Aufsicht ersetzen und natürlich so gut es geht, die Schafe vor dem Wolf schützen. Obwohl ein Zivildienstler ein Angehöriger der Armee ist, wird er ohne Waffe bei den Schafen sein.»

Wie gut ein Zivildienstler die Schafe wirklich schützen, und ob er tatsächlich einen ausgebildeten Herdenschutzhund ersetzen kann, wird der Alpsommer zeigen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von peter Wittwer , Thun
    Frage mich nur, ob ein Mensch besser auf Raubtiere aufpassen kann, als ein Herdenschutzhund! Ein Raubtier wo Tag und Nacht, also 24 Stunden unterwegs ist, wird dieses Konzept wohl ein logischer „Absturz“ werden!
  • Kommentar von Roli Schmid , Basel
    Zivis sind keine Angehörigen der Armee (darum sind sie ja Zivis). Sie erhalten auch gar keine Waffe. Nur so zur Info ;-)
    1. Antwort von Peter Escher , Wallis
      Roli Schmid / ..eben darum .. war 10 Jahre selber Zivi / Dienstchef Alarmierung ;-))
  • Kommentar von Peter Escher , Wallis
    .. einen Zivildienstleistenden auf der Alp einsetzen .. -unbewaffnet, mit Gasmaske und eventuell einem Sackmesser ! - da wird sich der Wolf / Wölfe aber fürchten....