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Bern Freiburg Wallis Streit um Rettung aus der Luft - Kanton mahnt zur Vernunft

Seit einiger Zeit machen Rettungsdienste aus der Luft einander die Einsätze streitig. Aufgrund mehrerer Vorfälle, bei denen statt einer örtlichen Gesellschaft die weiter weg stationiertere Rega zum Einsatz kam, äussert nun auch die Air-Glaciers in Lauterbrunnen Kritik.

Zoff um die Rettung aus der Luft. Air-Glacier fordert gleich lange Spiesse.
Legende: Zoff um die Rettung aus der Luft. Air-Glaciers fordert gleich lange Spiesse. Keystone

Grossräte aus der Region Berner Oberland sowie die SAC Sektion Lauterbrunnen fordern die Regierung auf, dafür zu sorgen, dass bei Notfällen stets die nähergelegenen verfügbaren Retter zum Einsatz kommen.

Bisher konnte die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) über deren Einsätze selber entscheiden.

An einer Medienkonferenz in Lauterbrunnen kritisierten Vertreter von Air Glacier, Politiker und der SAC die Vormachtstellung der Rega.

Angeprangert werden insbesondere, dass Patienten länger auf die Hilfe eines Notarztes warten müssten und dass unnötig zusätzliche Flugminuten anfallen.

«Die Köpfe sind etwas zu heiss»

Die Rega hat auf die Kritik schriftlich reagiert - und mitgeteilt, dass sie künftig die Air-Glaciers überhaupt nicht mehr aufbieten wolle. Das solle die Sanitätsnotrufzentrale des Kantons Bern (Nummer 144) machen.

Dieser fehlt jedoch das nötige Know-How, deshalb mahnt der Kanton Bern zur Vernunft: Man wolle mit allen Beteiligten gemeinsam eine Lösung finden, heisst es bei der kantonalen Gesundheitsdirektion auf Anfrage. «Momentan sind die Köpfe vielleicht etwas zu heiss» sagt Sprecher Jean-Philippe Jeannerat.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Sicher ist "Vernunft walten lasse" das Gebot der Stunde. Fakt ist aber auch, dass die REGA als Stiftung unbedingt und unverzüglich Transparenz bezüglich der viel zu hohen Abgeltungen für die Mitglieder des Stiftungsrates herzustellen hat. Diese Stiftung ist kein Selbstbediengungsladen für zwielichtige Pseudopromis die auf unverschämte Art und Weise die hohle Hand machen - zurücktreten und zurückblechen lautet die Forderung an diese Schmarotzer!
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  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    Interessant, seit der Automobilverein TCS unter Mitgliederschwund leidet will er im Flugrettungsdienst mitverdienen. Seither wird gegen die Rega gearbeitet. Wird mir jetzt auch klar, warum. Der TCS arbeitet mit einer PR-Agentur gegen die Rega. Ich bin seit X-Jahren Gönnermitglied bei der Rega. Und mein Vertrauen gehört auch der Rega. Denn die hat sich ein Know-how erarbeitet, von dem jetzt auch der TCS profitieren will. Eigentlich gibt es den Spruch: Schuster bleib bei deinen Leisten.....
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  • Kommentar von Jvan Milia, Zug
    Bei einem Notfall, muss die richtige Personen und Geräte vor Ort sein. So gut ausgerüstet wie dir Rega solle die Konkurenz auch sein. Was nützt mir ein Heli vor Ort der den Patient nicht richtig und Notfallmässig fliegen kann? Vergessen wir nicht unser Ex Bundesrat...hätte der Heli vom TCS oder Air Glaciers auch die gleiche Instrumente vor Ort gehabt? Das bezweifle ich.
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