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Legende: Audio Die private Spitex kämpft im Wallis ums Überleben. abspielen. Laufzeit 04:32 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 01.02.2019.
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Streit um Spitexfinanzierung Private Anbieter fühlen sich schlecht behandelt

Im Wallis werde die private Spitex zu wenig subventioniert, klagen Unternehmer. Spitex 365 steht deshalb vor dem Aus.

Im Juni 2018 gründete der Pflegefachmann Benno Meichtry ein privates Spitexunternehmen in Leuk. Es ist das erste im Oberwallis. Nun ist es kurz vor dem Ende, trotz genügend Aufträgen. Grund sei die Ungleichbehandlung bei den Subventionen, klagt der Unternehmer.

Wir machen fast die gleiche Arbeit wie die öffentliche Spitex, erhalten aber viel weniger Geld dafür.
Autor: Benno MeichtryGeschäftsführer «Spitex 365»

Tatsächlich gibt es deutliche Unterschiede: Die privaten Spitexunternehmen erhalten gleich viel Subventionen für die Grundpflege, also beispielsweise dann, wenn ihre Mitarbeiter einem Kunden beim duschen und anziehen helfen.

Für die Beratung erhalten private Anbieter vom Kanton rund viermal weniger Geld, für Untersuchungen und Behandlungen knapp die Hälfte. Nicht gedeckt sind zudem zusätzliche Kosten, die entstehen. Etwa für lange Autofahrten zu den Kundinnen und Kunden oder für die Miete von Büroräumlichkeiten.

Unterschiede gerechtfertigt?

Die Unterschiede in der Subventionierung seien nicht ungerecht, wehrt sich die Walliser Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten. Meichtry und sein Unternehmen «Spitex 365» habe zwar eine Betriebsbewilligung, aber keinen kantonalen Leistungsauftrag. Deshalb könne er Kunden ablehnen - ein wesentlicher Unterschied zu den öffentlichen Dienstleistern in diesem Bereich. Es sei zudem nicht nur ein Segen, wenn die Walliserinnen und Walliser viel Auswahl hätten was die Spitex betrifft.

Mehr Konkurrenz bedeutet höhere Kosten, das sieht man auch in anderen Bereichen des Gesundheitswesens deutlich.
Autor: Esther Waeber-KalbermattenWalliser Gesundheitsdirektorin

Anpassungen schliesst schliesst sie allerdings nicht aus. Gegebenenfalls werde der Kanton die Tarife anpassen. Im letzten Herbst hätten private Anbieter erstmals neue Berechnungsvorschläge unterbreitet, die der Kanton jetzt prüfe.

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