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Stromleitung Chamoson-Chippis Teilerfolg für die Gegner der Strommasten

Die Walliser Kantonsregierung und Swissgrid prüfen die Umplatzierung einiger der umstrittenen Höchstspannungsmasten.

Der jahrlange Kampf der Bevölkerung von Grône und Umgebung hat sich gelohnt. Swissgrid ist grundsätzlich bereit, fünf der grossen Strommasten an einem anderen Ort zu bauen als ursprünglich geplant. Die Netzgesellschaft hat mit dem Kanton Wallis eine Vereinbarung unterzeichnet.

Insbesondere die vier Masten in Grône, die in der Nähe eines Schulhauses geplant waren, stiessen auf heftige Kritik. Sie sollen nun verlegt werden können. Marcel Bayard, Gemeindepräsident von Grône ist erleichtert und sagt : «Swissgrid macht einen Schritt auf uns zu, das ist sehr positiv.»

Wir sehen, dass der Kampf der letzten Jahre nicht umsonst war.
Autor: Marcel BayardGemeindepräsident Grône

Auch Sebastien Berguerand ist zufrieden. Er hat jahrelang die verschiedenen Protest-Aktionen im Wallis koordiniert: «Es ist fantastisch! Aber wir haben erst eine Schlacht gewonnen und noch nicht den Krieg!»

Lange Verhandlungen

Über ein Jahr lang hatte der Walliser Energiedirektor Roberto Schmidt mit Swissgrid verhandelt, um diese Lösung zu erzielen. Dennoch sei es nicht sicher, dass die fünf Masten auch tatsächlich verlegt werden, sagt der Walliser Staatsrat.

Es müsse jetzt alles rasch gehen. Denn Swissgrid baut bereits an der Leitung. Die Planung für die neuen Standorte der Masten läuft parallel dazu. Liegt eine Bewilligung nicht schnell genug vor – zum Beispiel aufgrund von Einsprachen, war die Mühe umsonst.

Wir sind unter Zeitdruck.
Autor: Roberto SchmidtWalliser Staatsrat

Die fraglichen Masten befinden sich zwischen Grône und Chalais. Ein geologisches Gutachten zeigte, dass die Verlegung der fünf Masten unter gewissen Umständen technisch machbar ist. Die Naturgefahren an den neuen Standorten sind gemäss Gutachten gleich hoch wie an den geplanten Standorten.

Wirkungsvoller Widerstand

Die mögliche Umplatzierung der Masten auf dem Gemeindegebiet von Grône geht auf den Widerstand der dortigen Bewohner zurück.

Die Hochspannungsleitung ist im Wallis seit vielen Jahren umstritten. Daran änderte weder der Bundesgerichtsentscheid noch der Beginn der Bauarbeiten im August 2019 etwas.

Die Leitung soll Wasserenergie aus dem Wallis transportieren. Anfang 2019 sollen die ersten Masten stehen.

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