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Legende: Audio «Schmetterlinge sind nicht nur einfach hübsch – sie haben eine wichtige Funktion» abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
01:49 min, aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 17.01.2019.
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Studie zur Biodiversität Was bringen ökologische Ausgleichsflächen?

Schwach bewirtschaftete Weiden sind wichtig für die Artenvielfalt. Im Mittelland gibt es aber noch deutlich zu wenige.

Es gibt immer weniger Tier- und Pflanzenarten. Deshalb wurden in den 1990er-Jahren in der Schweiz sogenannte ökologische Ausgleichsflächen geschaffen. Das sind beispielsweise Hecken, Streifen mit Wildblumen oder Weiden, die nicht gedüngt und erst spät im Jahr geschnitten werden.

Wichtig ist der Anteil

«Ökologische Ausgleichsflächen erfüllen eine wichtige Funktion», so Silvia Zingg, Dozentin an der Berner Fachhochschule. Zusammen mit Forschenden der Universität Bern hat sie untersucht, welche Eigenschaften der Ausgleichsflächen die Artenvielfalt von Vögeln und Tagfaltern beeinflussen.

«Ausschlaggebend ist die Gesamtfläche, also welcher Anteil des Kulturlandes auf diese Art genutzt wird», so Zingg. Um Direktzahlungen zu erhalten, müssen Landwirte mindestens sieben Prozent ihres Kulturlandes als solche Flächen bewirtschaften – oder eben gerade nicht bewirtschaften. Ist der Anteil noch höher, so nimmt die Artenvielfalt überproportional zu. Silvia Zingg: «Wir haben beobachtet, dass wenn die Förderflächen von fünf auf fünfzehn Prozent erhöht wurden, die Artenvielfalt der Schmetterlinge um 22 Prozent zugenommen hat.»

Der grosse Durchbruch blieb aus

Trotz des positiven Ergebnisses: Die Studie zeigt auch, dass die ökologischen Ausgleichsflächen bisher nicht den grossen Durchbruch gebracht haben. «Die Massnahme wird schon relativ lange angewendet, die Biodiversität nimmt aber weiter ab», sagt Silvia Zingg. Grund dafür ist die Qualität der Flächen.

Der Rückgang der Biodiversität konnte nicht gestoppt werden.
Autor: Silvia ZinggDozentin an der Berner Fachhochschule

«Im Mittelland gibt es noch zu deutlich zu wenig qualitativ hochstehende Ausgleichsflächen», so die Forscherin. Also beispielsweise Flächen, die unterschiedliche Pflanzenarten beherbergen und verschiedene Strukturen bieten wie etwa Ast- oder Steinhaufen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die einst natürliche Landwirtschaft (nachhaltig öko-logisch), arbeitete im "Einklang mit der Natur", was damit "Lebensgrundlage" für die Menschen bedeutete. Heute wird die notwendige "Lebensgrundlage"" der Menschen durch verantwortungslose "Volks-Politik", durch Zubetonierung von immer mehr Agrar-Land massiv und bewusst gefährdet...
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Sehe ich mir diese "Ökoausgleichsflächen" meiner Nachbarn an, da würde ich als Feldlerche, Sommervogel od.Wildbiene auch nicht brüten/nisten wollen. Dass Bauern ihren Helfern in Fauna+Flora für ihre Gratishilfe 365/Johne Subvention nicht danken würden, zeigt doch, dass sie deren Hilfe nicht schätzen. Sie kennen nichtmal ihre Nützlinge, geschweige denn deren Bedürfnisse. Ihre subvention.Aktionen sind ohne Herz+Verstand. S.Zingg sollte sich mal meine Oase ansehen, dann wüsste sie, was zu tun wäre!
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  • Kommentar von Hans Müller  (Housi2)
    Die Landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt ca. 1 Mio Hektaren, das ist 1/4 der Schweiz. Davon von 70 % Wiesen die meisten im Berg und Hügelgebiet. Auf nur 6.58 % der CH Fläche kann Ackerbau betrieben werden, das sind 270'000 Hektaren, ca.70'000 Hektaren sind ökologische Ausglelichsflächen. Wenn sie nicht mit verschlossenen Augen durch die Schweiz gehen kann das Problem nicht nur bei den 6.58% liegen......
    Polemik wie sie hier gerade aufkommt bringt uns nicht weiter.
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