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CVP-Politiker geht fremd SVP-Coup sorgt für Gesprächsstoff bei Walliser Regierung

Am Neujahrsempfang des Walliser Staatsrats gab vor allem ein Thema zu reden: Die Tatsache, dass der ehemalige CVP-Grossratspräsident Nicolas Voide auf einer gemeinsamen rechtsbürgerlichen Liste mit Oskar Freysinger und Sigrid Fischer-Willa von der SVP kandidiert.

Die SVP geht für die kommenden Staatsratswahlen ein rechtsbürgerliches Bündnis ein. «Wir haben mehrere Leute auch von anderen Parteien angefragt und sind in Nicolas Voide, dem ehemaligen Grossratspräsidenten der CVP, fündig geworden. Dies hat auch Teile der SVP überrascht», sagt Oskar Freysinger anlässlich des Neujahrsempfangs der Walliser Regierung in Sitten.

Ich räume Nicolas Voide gute Wahlchancen ein.
Autor: Oskar FreysingerSVP-Staatsrat

«Nach acht Tagen Bedenkzeit hat Nicolas Voide schlussendlich zugesagt mit mir und Sigrid Fischer-Willa auf einer gemeinsamen Liste zu kandidieren. Nicolas Voide bleibt CVP-Mitglied und ich räume ihm gute Wahlchancen ein», sagt SVP-Staatsrat Oskar Freysinger.

Staatsratspräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten von der SP zeigte sich überrascht: «Ich habe Nicolas Voide als parteitreuen CVP-Politiker eingeschätzt. Dass er jetzt mit Freysigner auf einer Liste kandidiert, überrascht mich.»

CVP glaubt an ihre offiziellen Kandidaten

Auch CVP-Staatsrat Jean-Michel Cina, ist überrascht, dass Nicolas Voide mit Oskar Freysinger auf einer gemeinsamen Liste antritt. Er glaubt aber, dass er die Kandidatur von Christophe Darbellay nicht gefährden wird. «Die Parteibasis unterstützt in der Regel die offiziellen Kandidaten und ich denke, das wird auch hier der Fall sein», so Cina.

Genauso sieht dies CVP-Staatsrat Jean-Jaques Melly, welcher zusammen mit Christophe Darbellay und Roberto Schmid auf der offiziellen CVP-Liste antritt. «Wir drei offiziellen Kandidaten werden gewählt», sagt Jacques Melly.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Hätte der Unterwalliser CVP-Politiker Voide mit der CSP oder sogar mit der SP ein "Wahlpäckli" geschnürt, hätte niemand ein Wort verloren! Im Gegenteil: Am Neujahrs-Empfang hätte man die vollen Gläser mit den besten Wünschen mehrmals gefüllt (und geleert!). Wie langweilig und bisslos wäre doch die schweizerische Politlandschaft, wenn es die "verhasste" und "ungeliebte" wählerstärkste Partei nicht gäbe! Die Medien müssten bestimmt Personalentlassungen anordnen!
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