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Bern Freiburg Wallis Thorberg-Affäre: Rolle von Regierungsrat Käser wird untersucht

Die Thorberg-Affäre ist für den bernischen Polizei-und Militärdirektor Hans-Jürg Käser noch nicht ausgestanden. Die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates hat beschlossen, die Rolle Käsers und des Gesamtregierungsrats eingehend zu untersuchen.

Legende: Video Thorberg-Affäre nocht nicht ausgestanden abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.08.2014.

Der externe Experte Benjamin Brägger habe die Vorgänge zwar aufgearbeitet, schreibt die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Berner Kantonsparlaments in einer Mitteilung am Freitag. Die Kommission anerkenne die Feststellungen des Berichts. Offen blieben aber Fragen zum Verhalten der politischen Verantwortungsträger, hält die GPK-Präsident Peter Siegenthaler weiter fest. Die Kommission hat darum bei einer Enthaltung beschlossen, diese Fragen von einem Ausschuss im Rahmen einer eigenen Untersuchung klären zu lassen.

Unter die Lupe genommen wird einerseits die Rolle des Gesamtregierungsrats, andererseits jene von Polizeidirektor Hans-Jürg Käser. Der reagiert mit wenig Verständnis auf die neue Untersuchung. «Ich weiss nicht, welche Fragen noch offen sind. Aber ich habe nichts zu verbergen», so Käser gegenüber Radio SRF. Mit dem Abschluss der Untersuchung ist frühestens im Herbst 2015 zu rechnen.

Eine lange Geschichte

Die Thorberg-Affäre geriet Anfang 2014 ins Scheinwerferlicht. Medien kolportierten anonyme Vorwürfe, wonach der Anstaltsdirektor Georges Caccivio zwei Häftlinge duze und einige Insassen bevorzugt behandle. Kurz darauf kam heraus, dass Caccivio Kontakte zu Drogenprostituierten hatte und auch als Gefängnisdirektor noch im Bieler Milieu verkehrte.

Im Februar wurde Caccivio im Amt eingestellt. Auf dem Höhepunkt der Affäre gab Käser eine Administrativuntersuchung beim Experten Brägger in Auftrag. Dieser legte Ende Juni seinen Bericht vor, in dem er die Mehrzahl der publik gewordenen Vorwürfe gegen Caccivio bestätigte. Kaum Kritik äusserte der Experte aber an seinem Auftraggeber Hans-Jürg Käser.

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