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Luftaufnahme von Thun
Legende: Die Leidensgeschichte des Uferwegs in Thun geht weiter. zvg
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Bern Freiburg Wallis Thuner Stadtrat versenkt den Uferweg in letzter Sekunde

Das Stadtparlament weist den Uferweg-Kredit für einen umkämpften Abschnitt zurück und will nach 30 Jahren Planung nochmals prüfen, ob es nicht doch noch eine bessere Lösung gibt. Auch wenn ein neuer Steg Millionen kosten würde.

Mit einem Kredit von 920‘000 Franken hätte der Thuner Stadtrat den Uferweg zwischen Schloss Schadau und dem Stadthafen Lachen realisieren können. So wie es das Parlament vor sieben Jahren beschlossen hat, so wie man es mit den Anwohnern des Villenviertels nach jahrelangem Kampf ausgehandelt hat, so wie ihn der Kanton rechtsgültig und endgültig bewilligt hat. Aber der Thuner Stadtrat vollzog im allerletzten Augenblick eine Vollbremsung. Der Kredit wurde an den Gemeinderat zurückgewiesen.

Nach 30 Jahren Planung zurück auf Feld 1

Diese Rückweisung war die logische Konsequenz einer anderthalbstündigen Redeschlacht zuvor. Dabei setzte eine erstaunliche Koalition von Grünen, SVP, FDP und BDP mit knappen 19 zu 18 Stimmen durch, das der Gemeinderat die Uferweg-Varianten nochmals prüfen muss – auch mit einem millionenteuren Steg, den Naturschutz-Organisationen nicht wollen. Damit hat die Ratsmehrheit einen 30-jährigen Planungsmarathon einen Meter vor dem Ziel abgebrochen.

Vergebens wehrten sich andere Grüne, die geschlossene SP und die Fraktion der Mitte mit EVP, EDU und CVP. Ihr Argument, der Stadtrat missachte Treu und Glauben der Grundeigentümer, verstosse gegen die Planungssicherheit und nehme sich das Recht heraus, übergeordnetes Recht zu ändern, konnte die Mehrheit der Bürgerlichen nicht umstimmen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wieviel Geld floss da wohl von den Gruneigentümer in gewisse Kassen? Anders ist so ein Debakel nicht zu erklären, oder war der gestrige Tag zu heiss für gewisse Köpfe?
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Bravo Thun. Es geht nicht, dass man einen Uferweg über lauter Umwege durch Stadt + Land +Überbauungen führt. Der Uferweg gehört den Schweizern und ans Ufer, egal wie teuer! Die Nachbargemeinde "Spiez" hat leider erreicht, dass der heutige "Uferweg" praktisch nie am Ufer lang führt. Dazu wurde in dieser Gemeinde, die sich "Ort am Wasser" nennt, noch nicht einmal die Hälfte des Uferwegs realisiert. Die linke Regierung wehrt sich mit Grossgrundbesitzer +Grossbauherren gegen das Recht der Einwohner.
    1. Antwort von Franz NANNI  (Aetti)
      M.Roe... also wie wollen Sie in der Spiezer Bucht den Uferweg realisieren.. man muesste Haeuser abbrechen. So wie es ist ist es doch ganz atrraktiv.. und dann der Uferweg bei Ihnen vom Straemu in Thun ins Gwatt.. also man soll auch mal etwas zufrieden sein. Und immerhin, vom Hafen kann man nach Siezwiler laufen alles Uferweg via Fischzucht etc.. nicht wahr!
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Unsinnig! Zwischen Bahnhof und Schada liegt Industrie.. kein Uferweg moeglich, die Schadau selber hat viel Park.. und die paar Meter zwischen Schadau und Hafen sind wirklich tolerabel.. breites Trottoir, wenig Verkehr, (koennte easy noch mehr reduziert werden), alles Andere ist Zwaengerei..