Torrent-Bahnen in Leukerbad: Schuldenschnitt und Geldsuche

Die Gemeinde Leukerbad konkretisiert die Rettung der verschuldeten Torrent-Bahnen. Die bisherigen Gläubiger müssen auf 11 Millionen Franken verzichten. Zudem soll neues Kapital aufgetrieben werden, und zwar schnell.

Blick auf eine Gondel der Torrent-Bahnen nahe der Talstation. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sollen mit einem sportlichen Sanierungsplan gerettet werden: Torrent-Bahnen in Leukerbad. Leukerbad Tourismus

Schulden reduzieren und neues Kapital auftreiben, so lautet grob der Plan zur Sanierung der Torrent-Bahnen. Am Dienstag hat der Steuerungsausschuss, den die Gemeinde Leukerbad eingesetzt hat, die Eckwerte des Sanierungsplans präsentiert.

Vorgeschlagen wird ein Schuldenschnitt. Die bisherigen Aktionäre sollen auf elf Millionen Franken verzichten. Gleichzeitig will der Steuerungsausschuss neues Kapital auftreiben. Bis Ende 2016 sollen neue Aktien im Wert von sieben Millionen Franken gezeichnet werden, so der ambitionierte Plan. In den folgenden zwei Jahren sollen nochmals zwölf Millionen zusammenkommen.

Um das Kapital aufzutreiben, lanciert der Steuerungsausschuss unter dem Titel «myleukerbad» ein Fundraising-Projekt. Rund ein Drittel sollen die Gemeinden in der Region beisteuern. Aber auch die Unternehmerschaft, die Lieferanten, die Immobilienbesitzer und die Einheimischen sollen sich beteiligen. Der Leukerbader Gemeindepräsident Christian Grichting sagt: «Es wird nur gelingen, wenn alle mitmachen».