UNO-Vertreter nehmen sich ein Beispiel am Berner Wald

Gut 30 Forstfachleute aus aller Welt sind am Donnerstag im Simmentaler Dorf Boltigen aus einem Bus gestiegen, um sich das System der Bäuerten erklären zu lassen. Hintergrund dafür ist die Frage, wie sich weltweit Wald am besten schützen lässt.

1992 beschlossen die Länder dieser Welt nach dem Umwelt-Gipfel in Rio de Janeiro nicht nur, künftig regelmässig Konferenzen zum Schutz des Klimas durchzuführen. Sie vereinbarten auch, Treffen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu veranstalten, im Kampf gegen die Wüstenbildung und zum Schutz des Waldes.

Wald im Schnee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie der Wald in der Schweiz bewirtschaftet wird, interessiert auch Forstfachleute aus dem Ausland. Keystone

Diese Konferenzen zum Schutz des Waldes werden UNO-Waldforum genannt. Im Mai dieses Jahres findet in New York das elfte dieser Treffen statt. In Interlaken sind nun seit Dienstag rund 160 Forstfachleute aus aller Welt daran, das nächste Waldforum - das elfte insgesamt - vorzubereiten.

Für das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Bundes wird der Wald dort am besten geschützt, wo die lokale Bevölkerung über klare Nutzungs- und Eigentumsrechte am Wald verfügt. Das hätten Forschungsprojekte und weltweite Beobachtungen ergeben, sagen beide Stellen.