Verrückte Wissenschafter und Trinken für die Forschung

In Bern startet am Donnerstag das «Mad Scientist»-Festival. Es will dem Publikum die Wissenschaft näher bringen, indem es diese mit Kunst kombiniert.

Matthias Baechthold und Roland Fischer stehen vor einer roten Wand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die «Mad Scientists» Matthias Baechthold (l.) und Roland Fischer. SRF

Im Berner Club «Bonsoir» wird über den Durst getrunken - und erforscht, was gegen den Kater danach helfen könnte. Dies ist eines der Experimente, welches sich die Forscher für das Festival «Mad Scientist» ausgedacht haben.

«Wir wollen den Leuten zeigen, wie ein Test in der Medizin erfolgt: mit einer Kontrollgruppe und einer Interventionsgruppe», erklärt Matthias Baechthold vom «Mad Scientist»-Festival. Die eine Gruppe trinkt deshalb nur Alkohol, die andere auch noch Wasser. Am nächsten Tag wird ausgewertet, welche Gruppe sich besser fühlt. «Innerhalb von zwölf Stunden können wir so eine komplette Studie machen.»

«Respektlosigkeit und grundlegende Neugier»

Das Festival zwischen Kunst und Wissenschaft unterhält zwei Tage mit Musik, Theater und Kunst rund um Physik, Biologie oder Chemie. Neben dem «Bonsoir» finden auch auf dem Bundesplatz oder im Naturhistorischen Museum Anlässe statt.

«Wissenschaft ist eigentlich schon sexy», sagt Mitorganisator Roland Fischer, «es kommt aber darauf an, wie man es rüber bringt.» Deshalb arbeite man mit Künstlern zusammen, weil diese mit einer gewissen Respektlosigkeit und grundlegenden Neugier an die Wissenschat herangingen.