Viel Kritik am geplanten Windpark in Vechigen

Ein Informationsanlass der Gemeinde hat vor allem Gegner der Windturbinen angelockt. Sie machten deutlich, dass für sie der Bau von Windturbinen nicht in Frage kommt. Ihre Hauptargumente waren der Lärm und der Landschaftsschutz.

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Bildlegende: Am Informationsanlass der Gemeinde Vechigen waren die Gegner des Windparks klar in der Überzahl. Jörg André/SRF

Gemeindepräsident Walter Schilt hat es nicht anders erwartet: Es sei klar, dass vor allem Betroffene anwesend waren und sich zu Wort gemeldet haben, sagt er nach dem Informationsabend zum geplanten Windpark in der oberen Gemeinde. Die Gegner hätten sich wohl gesagt, jetzt oder nie sei die Gelegenheit, sich zu diesem Projekt zu äussern. Doch er habe im Vorfeld auch viele positive Stimmen gehört.

«  Bisher sagten uns viele, das sei eine gute Sache. »

Walter Schilt
Gemeindepräsident Vechigen

Geplant sind mindestens drei Turbinen mit je einer Höhe von rund 160 Metern. Sie sollen Strom für etwa 4500 Vechiger Haushalte liefern. Die Gemeinde hat die Firma Considerate beauftragt, Testmessungen durchzuführen. Dafür braucht es einen Mast von 90 Metern Höhe, der nun in den nächsten Monaten aufgestellt werden soll. Bläst der Wind im Durchschnitt mit mehr als 4,5 Metern pro Sekunde, soll das Windpark-Projekt weiterverfolgt werden.

«  Das ist für uns ein grosses Rätsel. »

Andreas Flückiger
Landwirt

Viele Anwohner wollen jedoch nichts von Windturbinen an diesem Standort wissen. Landwirt Andreas Flückiger etwa kann nicht verstehen, dass das Projekt nun wieder aktuell ist, nachdem die BKW bereits vor Jahren ausgestiegen sei.

Die winderfahrene BKW habe erkannt, dass es dort oben zu wenig Wind habe, sagt Andreas Flückiger. Dass nun eine private Firma das Gleiche noch einmal probiere, sei für viele Anwohner rätselhaft.

Urs Seiffert, der Geschäftsführer der Firma Considerate, glaubt hingegen an das Projekt. Er verstehe, dass sich die BKW zuerst auf attraktivere Standorte konzentriere, bevor sie nach Vechigen komme. Er habe erwartet, dass sich am Informationsabend vor allem Betroffene zu Wort melden.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr)

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