Viel Zuspruch für Walliser ETH-Projekt

Die Mehrheit der Walliser Politiker findet es eine gute Idee, dass der Kanton in Sitten eine Zweigstelle der ETH Lausanne aufbauen will.

Plan der ETH Lausanne-Zweigstelle in Sion. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Grosse Rat unterstützt die Pläne des Kantons, der viel Geld für die Ansiedlung eines ETH-Campus ausgeben will. zvg

Die Grossrätinnen und Grossräte warfen in der Debatte am Mittwoch allerdings auch viele Fragen auf. Vor allem was die Kosten anbelangt.

Der Aufbau eines Forschungscampus mit 11 Lehrstühlen der ETH Lausanne in Sitten wird rund 350 Millionen Franken Franken kosten. 250 Millionen soll Kanton beisteuern. Mehrere Politiker befürchteten, dass bei so hohen Investitionen in ein einziges Projekt die Möglichkeiten des Kantons für andere Projekte über Jahre blockiert werden, wie sie im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF betonten.

Konkurrenz zum Oberwalliser Innovationspark?

Oberwalliser Grossräte, vor allem die CSPO, befürchteten ferner, dass dieser Campus das Projekt, in Turtmann-Raron einen der zwei geplanten nationalen Innovationsparks anzusiedeln, konkurrenziere. Von einer solchen Konkurrenzierung wollte der zuständige Staatsrat Jean-Michel Cina allerdings nichts wissen. Im Gegenteil: «Der Campus holt die ETH ins Wallis und damit die Forschung, deren Nähe ein Innovationspark braucht.»

Die grosse Mehrheit des Kantonsparlamentes vertrat die Meinung, dass dieser Campus für das Wallis sehr wichtig sei. Er könne der Wirtschaft die nötigen Impulse für die Zukunft geben. Die Details werden am Donnerstag beraten.