Vom zwiespältigen Verhältnis zum Wasser

Am Wochenende fand in Naters das Welterbe-Wasser-Forum statt. Gerade für den Kanton Wallis ist Wasser wertvolle Ressource und Gefahr zugleich.

Der Aletschgletscher. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch in dieser Form ist das Wasser wichtig: Der Aletschgletscher ist ein Touristenmagnet. Keystone

Das Wasser, erklärte Staatsrat Jean-Michel Cina, sei für das Wallis nicht nur für die Energieproduktion wichtig. In Form von Bergseen, Gletschern und Schnee sei es auch ein entscheidender Tourismusfaktor. Dazu komme die Bedeutung der Mineralwasserproduktion: Das Wallis ist der grösste Mineralwasserproduzent der Schweiz.

Management-Plan «Wasser» in Arbeit

Der Bedeutung des Wassers werde die Walliser Politik bisher zu wenig gerecht. «Die Walliser Regierung arbeitet deshalb an einem Management-Plan für diese Ressource», sagte Cina am Welterbe-Wasser-Forum. Organisiert wurde das Treffen von der Trägerschaft des UNESCO-Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch.

Auch Altbundesrat Adolf Ogi trat in Naters auf. Wer so reich mit sauberem Wasser gesegnet sei, der müsse dafür auch Verantwortung übernehmen: «1,7 Milliarden Menschen haben kein sauberes Wasser. Das muss sich ändern.» Der Zugang zu sauberem Wasser müsste ein Menschenrecht sein.