Wallis will keine neuen Plätze für Fahrende schaffen

Martigny will den einzigen Platz im Wallis schliessen. Der Kanton hat nicht vor, in die Bresche zu springen.

Martigny droht, den einzigen Platz des Kantons zu schliessen. Der Kanton sieht aber keine Möglichkeit, den Fahrenden neue Plätze zur Verfügung zu stellen. Dies sagte Staatsrat Oskar Freysinger (SVP) am Donnerstag vor dem Walliser Kantonsparlament. «Wir können keine Gemeinden dazu zwingen, Plätze für Fahrende zu schaffen.» Die Verhandlungen mit Siders und dem Oberwallis seien ohne Erfolg geblieben. Zurzeit sei man mit Martigny im Gespräch. Die Stadt stört sich vor allem daran, dass sie die Kosten für Betrieb und Reinigung bezahlen muss.

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Bildlegende: Im Wallis gibt es derzeit nur einen Platz für Fahrende. Symbolbild/Keystone

Das Kantonsparlament ist mit dieser Antwort des Staatsrates nicht zufrieden. Der Kanton könne die Fahrenden nicht einfach ignorieren. Schliesslich wurde ein dringendes Postulat der FDP mit 99 zu 23 Stimmen angenommen. Der Vorstoss fordert von der Regierung, dass drei über den Kanton verteilte Durchgangsplätze errichtet werden.