Wallis zieht beim elektronischen Patientendossier die Notbremse

Vom 27. Juli an wollte der Kanton Wallis sein elektronisches Patientendossier einsetzen. Aber nur nach einer Woche sistiert das Gesundheitsdepartement alle Einträge und sperrt den Zugang. Möglicherweise gibt es Sicherheitslücken beim Datenschutz.

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Bildlegende: Das elektronische Patientendossier im Kanton Wallis steht still - bis Sicherheitslücken auszuschliessen sind. Keystone

Das Gesundheitsdepartement will in Zusammenarbeit mit der kantonalen Behörde für Öffentlichkeit und Datenschutz so schnell wie möglich allfällige Sicherheitslücken im Zugang zum elektronischen Patientendossier prüfen. Gegebenenfalls wird das Departement Massnahmen ergreifen, damit die Plattform die notwendigen Sicherheitsgarantien aufweist, gab der Kanton am Donnerstag bekannt. Die Sistierung bleibt aufrecht erhalten, bis die Zweifel an der Sicherheit ausgeräumt sind.

Das System ist unbestritten ein wichtiges Instrument für das Gesundheitswesen. Es wurde mit Hilfe der Ecole polytechnique fédérale in Lausanne (EPFL) umgesetzt. Das elektronische Patientendossier erleichtert den Informationsaustausch zwischen den Leistungserbringern (Spitäler, Pflegeheime, sozialmedizinische Zentren), verringert medizinische Fehler sowie unnötige Untersuchungen. Es wurde im Wallis von eHealth Suisse mit einem Label gekennzeichnet.

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