Walliser ARA halten die Normen oft nicht ein

Die Abwasserreinigungsanlagen im Wallis arbeiten besser als auch schon. Aber immer noch belastet viel sauberes Fremdwasser die ARA. Jetzt müssten die Gemeinden handeln, heisst es beim Kanton.

Abwasser in einer Reinigungsanlage. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Abwasserreinigungsanlagen sollten nicht zu viel sauberes Fremdwasser verarbeiten müssen. Keystone

In den letzten Jahren sei die Reinigungsleistung der Walliser ARA spürbar besser geworden, teilt der Kanton Wallis mit. Aber immer noch würden viele Anlagen die Normen häufig überschreiten. Konkret sei das bei 70 Prozent der Walliser Anlagen der Fall.

Wasser aus Quellen und Brunnen

«Wir haben im Kanton Wallis sehr viel Fremdwasser, das den ARA zufliesst. Das ist Wasser aus Brunnen, aus fälschlicherweise zusammengeschlossenen Leitungen», sagt Daniel Obrist von der Dienststelle für Abwasser im Kanton Wallis. Das viele Fremdwasser – es macht rund sechzig Prozent der gesamten Wassermenge in den ARA aus – sorgt für höhere Betriebskosten in den Anlagen.

Daher müssten die Gemeinden jetzt handeln und das Fremdwasser nicht mehr in die Abwasserreinigungsanlagen führen. «Das erfordert viele Bauarbeiten, denn die Wasserleitungen liegen unter der Erde, oft gar unter Häusern und Strassen», so Daniel Obrist.

Die Kosten dafür müssten die Gemeinden zahlen. In einigen Gemeinden müssten dazu die Abwassergebühren erhöht werden, so Obrist. «Aber es ist langfristig günstiger, das Fremdwasser einmal abzutrennen, als laufend höhere Betriebskosten der ARA in Kauf zu nehmen.»