Walliser Bauern erhalten mehr Direktzahlungen wegen Biodiversität

Die Walliser Bauern hätten mit dem neuen System eigentlich weniger Direktzahlungen bekommen. Doch sie haben sich so gut darauf eingestellt, dass sie davon profitieren.

Glockenblume Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Geld für Glockenblumen: Der Bund unterstützt Bauern mit artenreichen Wiesen. SRF

121 Millionen Franken Direktzahlungen haben die Walliser Bauern dieses Jahr bekommen - 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Das war nur möglich, weil sich die Bauern «überraschend stark auf die neue Subventionspolitik eingelassen haben», sagt der zuständige Staatsrat Jean-Michel Cina.

Das neue System der Direktzahlungen sieht vor, dass vor allem jene Bauern unterstützt werden, welche die Biodiversität fördern und den Charakter der Landschaft schonen, also umweltfreundlich arbeiten. Nach dieser neuen Gewichtung hätten die Walliser Bauern eher weniger Direktzahlungen erhalten.

Darum hat die Walliser Regierung schon vor zwei Jahren verschiedene Programme lanciert, um die Bauern auf das neue System umzustimmen. Mit Erfolg: «Die Bauern haben freiwillig und gut mitgemacht und konnten so vom neuen System profitieren», sagt Staatsrat Jean-Michel Cina.

Ohne Anpassungen hätten die Walliser Bauern 20 Millionen Franken weniger bekommen. Nun sind es 14 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.