Walliser Gemeinden bereiten die Energie-Zukunft vor

In Kürze fallen Wasserkraft-Anlagen im Wert von 10 bis 20 Milliarden an die Walliser Konzessionsgemeinden zurück. Nun gibt es Modelle, wie dieser sogenannte Heimfall zu bewerkstelligen ist.

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Bildlegende: Energieschloss Wallis mit Anlagen, die Milliarden wert sind. Jetzt geht's darum, die Zukunft zu regeln. Keystone

Die Oberwalliser Gemeinden wollen den Heimfall der grossen Wasserkaftwerke im Kanton zwar voll wahrnehmen, wollen aber, dass die bisherigen Betreiber oder andere grosse Schweizer Energiegesellschaften als Partner mit im Boot bleiben.

Breit abstützen - aber mehrheitlich in Walliser Hand behalten

Ihr Modell sieht vor, dass die Konzessionsgemeinden 40 % des Werkes wieder den bisherigen Betreibern oder einer anderen grossen Schweizer Energiegesellschaft verkaufen. 15 % Anteil soll der Kanton zu einem angemessenen Preis übernehmen können und 15 % jene Gemeinden, die keine Wasserkraftrechte haben.

Diesem Modell haben jetzt über 95 % der Oberwalliser Gemeinden zugestimmt. Man brauche die bisherigen Betreiber mit im Boot, weil sie die nötige Erfahrung haben und weil man so das Risiko – wie auch den Erfolg – breiter abstützen könne. Neben dem Modell der Oberwalliser Gemeinden gibt es noch andere. Über die Art, wie man im Wallis den Heimfall wahrnehmen will, wird letztlich das Kantonsparlament per Gesetz entscheiden.

Im Wallis geht es beim Heimfall der Wasserkraftwerke um grosse Werte. Dort befinden sich nämlich die grossen Speicherwerke der Schweiz. Rund ein Viertel der Energie aus Wasserkraft wird im Wallis produziert. Die entsprechenden Werke werden je nach Strompreis auf einen Wert von 10 bis 20 Milliarden Franken geschätzt.

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