Erfolg zum Fahrplanwechsel Walliser Kampf für bessere Bahn-Verbindungen hat sich gelohnt

Roman Kuonen aus Leuk hat sich mit allen Mitteln gegen die Streichung von Abendzügen gewehrt. Mit Erfolg.

Als der letzte Fahrplanwechsel eine massive Verschlechterung der nächtlichen Verbindungen zwischen Brig und Leuk brachte, war der Ärger bei Roman Kuonen gross. Der Arzt aus Leuk deckte die SBB daraufhin mit Protestbriefen ein.

Roman Kuonen wehrte sich dagegen, dass er und viele andere am späten Abend mehr als anderthalb Stunden auf die nächste Verbindung warten mussten. «Service Public heisst für mich, dass die SBB nicht nur die Zentren mit regelmässigen Verbindungen bedient», findet der Oberwalliser.

«  Man muss sich manchmal empören, damit ein Anliegen Gehör findet. »

Roman Kuonen
Bahnkunde

Tatsächlich war von der «Nachtlücke» im Fahrplan die ganze Region zwischen Raron und Salgesch betroffen.

Ziel mit vereinten Kräften erreicht

Da seine ersten Briefe wenig Erfolg zeigten, startete Roman Kuonen gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten eine Petition. Rund 100 Personen unterschrieben das Anliegen, auch die Gemeinde Leuk setzte sich beim Kanton und der SBB für bessere Verbindungen ein.

Das brachte schliesslich Erfolg: Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 halten neu zusätzlich drei Züge in Leuk am späten Abend. «Man muss sich manchmal empören und das in konkrete Handlungen umsetzen», sagt der Initiant Roman Kuonen dazu. «So kann man auch mal einen Erfolg verbuchen.»

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