Walliser Konsortium erhält den Zuschlag

Die Walliser Regierung hat die Hauptarbeiten für den Autobahntunnel bei Visp vergeben. Der 200-Millionen-Auftrag war durch eine Einsprache lange blockiert.

Den Zuschlag hat die Arge Tunnel Visp erhalten, die aus den Walliser Bauunternehmungen Ulrich Imboden AG, Prader Losinger, Dénériaz und Evéquoz besteht. Mitbeteiligt an der Arbeitsgemeinschaft ist auch die Strabag aus Erstfeld.
Die Bauarbeiten könnten noch diesen Herbst beginnen und sollen voraussichtlich fünf Jahre dauern, wie der Kanton Wallis am Montag mitteilt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass keine Einsprache erhoben wird gegen die Vergabe.

Zwei Arbeiter in einer Tunnelbaustelle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Arbeiten für den Autobahntunnel bei Visp sind vergeben. Keystone/Symbolbild

Der Kanton Wallis hatte den 200-Millionen-Auftrag bereits vor drei Jahren ausgeschrieben. Das Verfahren wurde jedoch gestoppt wegen einer Beschwerde des Baukonzerns Implenia. Die Bauunternehmung hatte sich gewehrt, weil sie vom Ausschreibeverfahren ausgeschlossen worden war. Grund für die damalige Auseinandersetzung war ein Streit um unklare Mengenangaben. Das Kantonsgericht gab der Implenia im letzten Frühling recht. Daraufhin konnten alle interessierten Bauunternehmungen nochmals neue Offerten einreichen.