Walliser Parlament bremst bei Begleitmassnahmen

Das Walliser Kantonsparlament hat über Massnahmen diskutiert, die die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitative abfedern wollen. Die meisten Ideen wurden abgelehnt.

Blick auf das Dorf Grimentz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die CVP möchte, dass alte Häuser einfacher umgebaut werden können. (Im Bild Grimentz im Val d'Annivers.) Keystone

Die meisten Walliser Grossrätinnen und Grossräte wollen auf das Bundesgesetz warten und dann mit Massnahmen im Tourismusgesetz reagieren. Es bringe wenig, den Bundesbestimmungen vorzugreifen.

Die Grünen forderten, dass der Kanton Wallis einen Fonds schafft. Mit diesen Geldern könne man jene Zweitwohnungsbesitzer, die bereit wären, ihre Wohnung zu vermieten, bei den Renovationsarbeiten unterstützen. Die SVP forderte die Schaffung eines Gesetzes, das die Einführung einer Zweitwohnungs-Gebühr auf Gemeindeebene erleichtert. Auf diese Vorschläge ist das Parlament nicht eingetreten.

CVP-Anliegen fanden Gehör

Die CVP forderte eine Lockerung von baulichen Vorschriften und Heimatschutzbestimmungen, damit Ställe und alte Häuser in den Dörfern einfacher zu Wohnungen umgebaut werden können. Diese Idee der CVP Oberwallis wird der Staatsrat nun unverbindlich prüfen. Angenommen wurde zudem ein zweites
CVP-Postulat, das von der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern eine Beschleunigung bei der Behandlung gewisser Dossiers verlangt. So sollen Projekte von kommunaler und regionaler Bedeutung als prioritär eingestuft werden, damit nicht zu viel Zeit verstreicht und die Investoren nicht das Weite suchen.