Walliser Polizeisprecher kandidiert für den Staatsrat

Jean-Marie Bornet will in die Walliser Regierung. Unterstützen soll ihn dabei die neu gegründete Walliser Bürgervereinigung.

Jean-Marie Bornet vor dem Logo seiner neugegründeten Partei. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jean-Marie Bornets Kandidatur war schon länger erwartet worden. Keystone

Die neue Bürgerbewegung «Rassemblement Citoyen Valais» wird am Mittwochabend offiziell gegründet. Im Parteivorstand sitzen bis auf Jean-Marie Bornet lauter Unbekannte – insbesondere aus dem Unter- und Mittelwallis.

Die Partei solle jene Menschen vereinen, die mit der Walliser Politik nicht zufrieden sind, sagte der Medienchef der Walliser Kantonspolizei an einer Medienkonferenz. Die Bürgervereinigung kritisiert unter anderem die mangelnde Transparenz im Walliser Staatsrat und dass der Kanton, nach vielen Skandalen in der Vergangenheit, mehr reagieren als agieren muss. Wo die Bewegung politisch steht, ist wegen des sehr allgemein gehaltenen Programms schwierig abzuschätzen.

Bornet sieht in der Kandidatur «kein Problem»

Jean-Marie Bornet wird sich ab Freitag vom Polizeidienst beurlauben lassen. Er will nach dem zweiten Wahlgang am 20. März wieder auf seinen Posten zurückkehren, sollte er – was sehr wahrscheinlich ist – bei den Wahlen chancenlos bleiben. «Mein Kommandant hat bewiesen, dass dies möglich ist», sagte Bornet vor Journalisten. Christian Varone war vor vier Jahren gegen den späteren SVP-Staatsrat Oskar Freysinger angetreten und kehrte nach den Wahlen auf seinen Posten zurück.

Zum laufenden Strafverfahren wegen Amtsmissbrauch wollte der Staatsratskandidat nichts sagen. Er gab sich aber zuversichtlich, dass dieses keinen Einfluss auf seinen Wahlkampf habe.