Walliser Regierung lässt Vorwürfe gegen Chefbeamten untersuchen

Die Walliser Regierung will die Vorwürfe im Zusammenhang mit dem umstrittenen Walliser Chefbeamten Jean-Marie Cleusix untersuchen. Eine Arbeitsgruppe soll möglichst schnell die Fakten zusammentragen und Massnahmen vorschlagen.

Jean-Marie Cleusix hält die Hände vors Gesicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aus «gesundheitlichen Gründen» zurückgetreten: Jean-Marie Cleusix. Keystone (Archiv)

Die Arbeitsgruppe habe den Auftrag, die allfälligen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Verhalten von Jean-Marie Cleusix zu formulieren, teilte der Walliser Staatsrat am Freitag mit. Dabei sollen eventuelle Unstimmigkeiten innerhalb der von Cleusix geleiteten Dienststelle für Unterrichtswesen identifiziert werden.

Cleusix war als Leiter der kantonalen Dienststelle am Mittwochabend zurückgetreten, nachdem er in der Woche davor wegen gesundheitlichen Problemen ins Spital eingeliefert worden war. Die Walliser Regierung nahm seine Demission an. Jean-Marie Cleusix habe den Wunsch geäussert, seine Tätigkeit als Lehrer wieder aufzunehmen, hiess es.

Cleusix war in den vergangenen Jahren auch in eine Steueraffäre verwickelt gewesen. Der Streit um seine unbezahlten Steuern weitete sich im Kanton Wallis zur Staatsaffäre aus. Im vergangenen Herbst erstattete er freiwillig 62'621 Franken an den Staat zurück.

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