Zum Inhalt springen

Header

Audio
Neue Informationen zu den Wassereinbrüchen im Lötschberg-Basistunnel
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 15.05.2020.
abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Inhalt

Wasser im Lötschberg-Tunnel Das Rätsel ist offenbar gelöst

Was war der Grund für mehrere Wassereinbrüche im Lötschberg-Basistunnel? Die Antwort geht ins Jahr 2001 zurück.

Seit Februar kämpft das Berner Bahnunternehmen BLS gegen Wassereinbrüche im Lötschberg-Basistunnel. Schon dreimal musste ein Teil der Oströhre deswegen vorübergehend gesperrt werden. Ingenieure konnten bisher nur vermuten, was die Ursache ist. Nun habe man das Rätsel gelöst, schreiben die Zeitungen der TX-Group.

Das Problem mit dem Wasser habe bereits beim Bau des Tunnels im Jahr 2001 angefangen. Damals sei man bei einer Sondierbohrung in einer wasserhaltigen Karst-Zone auf eine Quelle mit viel Wasser gestossen.

Quellwasser innerhalb des Tunnels abgeleitet

Statt die Quelle zu schliessen und das Wasser ausserhalb des Tunnels abzuleiten, habe man sich für eine andere Variante entschieden: Die Baufachleute leiteten das Quellwasser mit einer Leitung innerhalb der äussersten Schicht des Tunnels ab. Zum Wassereinbruch kam es nun, weil diese Leitung durch Schlamm verstopft war.

Die Zeitungen berufen sich bei ihren Aussagen auf einen Artikel im englischsprachigen Fachmagazin «Tunneltalk». Dort wird Stefan Irngartinger zitiert, er ist Projektleiter Alptransit BLS. Auch zitiert wird ETH-Dozent Heinz Ehrbar mit der Aussage, das Vorgehen von damals sei fragwürdig. Es sei höchst riskant, Wasser innerhalb der Tunnelröhre abzuleiten.

Die BLS will auf Anfrage von Radio SRF keine Stellung nehmen. Umfassende Informationen gebe es nächsten Dienstag an einem Medienanlass.

Video
Aus dem Archiv: So rinnts im Lötschbergtunnel
Aus News-Clip vom 07.02.2020.
abspielen

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 12:03 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von tom schneeberger  (tomm)
    Hoffentlich hört man jetzt auf mit Bastlereien wie Ablaufkäneln und Absetzbecken. Sonst ist ein schwerer Unfall nur eine Frage der Zeit. Schade wird nicht klarer informiert. "Rätsel gelöst" - wirklich? Jedenfalls nicht das Problem.
    Auch würde die interessieren, warum eine "verstopfte Leitung" zum Versagen der Tunneldichtung führt.
    Allerdings lässt der TAMediabericht nichts gutes vermuten: Wasser- und Sandeintritte sollen künftig nur "bewältigt" (also nicht verhindert) werden.
  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Und werden die verantwortlichen von damals zur Rechenschaft gezogen wo möglich Nicht da es sicher heisst das die Lösung von damals die beste und kostengünstige Variante war.
    Der entstandenen Schaden bezahlen die Kunden mit erhöhten Billettepreise.
    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Bevor jemand zur Rechenschaft gezogen werden kann, muss erst einmal Fahrläsigkeit oder ähnliches gerichtlich nach gewiesen werden. Es mag nämlich auch gute Gründe für die Wahl dieser Ableitung gegeben haben. Wir leben in einem Rechtsstaat.
  • Kommentar von Martin J. Pérez  (MJP)
    Ob dies tatsächlich der Grund ist? Denn wenn die Ursache wirklich die verstopfte Entwässerungsleitung war, stellt sich mir die Frage wieso trotz 3 Wassereinbrüchen erst nach x-Monaten jemand auf die Idee kommt mal die Leitung zu prüfen?
    Wenn's an einer bekannten Problemstelle tropft wäre es doch naheliegend als erstes die eingebaute Schutzmassnahme zu überprüfen. Oder wussten die Verantwortlichen nichts von dieser Leitung?
    Mich wundert auch, dass eine so wichtige Leitung nicht überwacht wird.
    1. Antwort von tom schneeberger  (tomm)
      Weil man diese wichtige Verbindung möglichst schnell wieder offen haben wollte. Aber bei so einem fatalen Versagen der Technik hätte man der Ursache wirklich sofort auf den Grund gehen müssen. BLS kann dem Himmel danken, dass kein Desaster passiert ist (Entgleisung bei 200km/h...)