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Die SVP-Bauern sind in Sachen Klimawandel anderer Meinung als ihre Partei
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Wegen Klimawandel Die Berner SVP hat ein Problem mit ihren Bauern

Viele SVP-Bauern sind vom Klimawandel direkt betroffen. Sie politisieren in dieser Sache deshalb nicht auf Parteilinie.

Ihnen geht auf der Alp das Wasser fürs Vieh aus oder ihre Ernte vertrocknet auf den Feldern: Viele Bäuerinnen und Bauern spüren den Klimawandel ganz konkret.

Entsprechend haben sich die Landwirte vieler Parteien in der Klimadebatte im Berner Kantonsparlament zu Wort gemeldet. Allerdings nicht der prominenteste Landwirt im Kanton Bern: Hans Jörg Rüegsegger, Präsident des kantonalen Bauernverbands und SVP-Politiker.

Porträt
Legende: Bauernpräsident Hans Jörg Rüegsegger: «Als Bauernpartei wäre es für die SVP sicher sinnvoll gewesen, bei diesem Thema einen Bauern oder eine Bäuerin zu Wort kommen zu lassen.» SRF

Rüegsegger tauchte zwar auf der Rednerliste auf, zu Wort kam er in der Debatte aber trotzdem nicht. Die Redezeit der SVP wurde von anderen in Anspruch genommen. «Ich wäre parat gewesen, hätte mein Votum halten können», sagt er gegenüber Radio SRF. Und ergänzt: «Als Bauernpartei wäre es sicher sinnvoll gewesen, bei diesem Thema einen Bauern oder eine Bäuerin zu Wort kommen zu lassen.»

Im Zweifel Stimme enthalten

Madeleine Amstutz, SVP-Fraktionspräsidentin relativiert. Rüegsegger sei bei diesem Thema kein offizieller Sprecher gewesen: «Man kann bei keinem Geschäft wünschen, wer reden will.»

Man kann bei keinem Geschäft wünschen, wer reden will.
Autor: Madeleine AmstutzSVP-Fraktionschefin

Erfahrungsgemäss gibt die SVP-Fraktion bei wichtigen Geschäften jeweils vor, wie ihre Grossrätinnen und Grossräte stimmen sollen. Wer nicht gleicher Meinung ist, soll sich enthalten. Nach eigenen Angaben hat Bauernpräsident Rüegsegger in dieser Sache genau das getan.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Die Berner SVP hat ein Problem mit ihren Bauern... oder doch eher die Bauern mit der SVP....?
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Ich finde die Bauern haben ein Problem mit unserer Regierung.Es wird höchste Zeit, dass wir merken, wie wichtig unsere Bauern sind, so dass wir ihnen "echte" Preise bezahlen für ihre Ware.Nur so könnten Bauern Naturnah +Tiergerecht arbeiten.ZB. Warum zahlen wir für 1l Milch nicht Fr. 2.50? Für 1Kg Kartoffeln nicht 5Franken. Ein ungesundes Fertiggericht kostet sofort Fr. 10. Wenn wir dieses essen bringt das dem Körper fast nichts +viel Schadstoffe! Mit Milch +Kartoffeln hätten wir gute Ernährung!
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Als wäre all dies ein Problem der Bauern oder Regierung. Es ist in unserer Konsumgesellschaft ein Problem des Konsumenten und dessen Einstellung: billig und viel.
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  • Kommentar von Patrick Lohri  (Patrick Lohri)
    Böse Zungen behaupten "gut gejammert ist halb ge-bauert"! Lobby-Arbeit besteht unter Anderem darin, Ansprüche bei der Verteilung der CO2-Steuer (Wetter-Steuer) anzumelden! So funktioniert Politik auch hier!
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