Weniger Feinstaub: sauberere Luft im Kanton Bern

Erstmals seit Beginn der Messungen sind im Kanton Bern die Tagesgrenzwerte für Feinstaub im Winter nirgends überschritten worden. Verantwortlich dafür war das mehrheitlich wechselhafte und nasse Wetter.

Zum ersten Mal wurden im Kanton Bern die Tagesgrenzwerte für Feinstaub im vergangenen Winter nirgends überschritten. Verwantwortlich dafür war vor allem das wechselhafte Wetter.
Besonders hoch ist die Feinstaubbelastung jeweils zum Jahreswechsel. Grund dafür seien die Feuerwerke an Silvester, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion am Freitag mitteilte. Der höchste Stundenmittelwert wurde in Thun mit 150 Mikrogramm registriert.

«  Wegen Feuerwerken ist die Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel jeweils besonders hoch. »

Gerrit Nejedly
Leiter Immissionsschutz, Volkswirtschaftsdirektion Kanton Bern

Eine stabile Hochdrucklage, die hohe Feinstaubbelastungen begünstigt, stellte sich erst gegen Ende März ein. Dabei wurde in der Region Bern der Tagesmittelwert zweimal und in der Region Frutigen einmal überschritten. In den Regionen Thun und Biel blieb die Belastung im selben Zeitraum klar unter dem Grenzwert.

Insgesamt hat die Luftbelastung im Vergleich zu 2014 an den meisten Standorten um rund zehn Prozent zugenommen. Dies deshalb, weil die Witterungsverhältnisse 2014 noch günstiger waren als 2015.