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Legende: Audio Diese Menschen arbeiten in der Werkstatt in Interlaken abspielen. Laufzeit 03:22 Minuten.
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 25.03.2019.
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Werkstatt in Interlaken Wenn ausgemusterte Rollstühle wieder rollen

Rollaid flickt gebrauchte Rollstühle und verschickt sie ins Ausland. Ein Berner Projekt, von dem viele profitieren.

Annina Baumann ist 21-jährig. Sie hat ihre Kochlehre abgebrochen und arbeitet nun in der Werkstatt des Vereins Rollaid, wenige Schritte vom Bahnhof Interlaken Ost entfernt. Hier lernt sie Tritt zu fassen im Arbeitsleben. Hier flickt sie Rollstühle, die von Heimen, Spitälern oder der Invalidenversicherung ausgemustert worden sind. «Am Anfang hatte ich schon etwas Mühe», sagt die junge Frau. «Ich konnte zum Beispiel Schrauben nicht auseinanderhalten. Mittlerweile gelingt mir das gut.»

Annina Baumann profitiert nicht nur handwerklich. Sie trainiert auch Fähigkeiten, die für künftige Arbeitsstellen wichtig sind: Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Teamfähigkeit.

Neben Reparatur-Arbeiten lernen die Teilnehmenden Pünktlichkeit, Verbindlichkeit und Teamarbeit.
Autor: Matthias HehlGeschäftsführer Qualifutura

«Ziel ist, dass die jungen Menschen möglichst bald eine Anschlusslösung im ersten Arbeitsmarkt finden», sagt Matthias Hehl. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Qualifutura, eine Firma, die bereits verschiedene Arbeitsintegrationsprojekte initiiert hat – darunter auch die Rollaid-Werkstatt.

In Äthiopien wieder im Einsatz

In der Werkstatt sind 10 Arbeitsplätze eingerichtet. Betreut werden die Teilnehmenden von Arbeitsagogen von Qualifutura und von Geschäftsleiter Bernhard Wissler. Wissler hat langjährige Erfahrung mit Rollstühlen. Er besass in Bern das Fachgeschäft Hock'n Roll und baute in Äthiopien ein Zentrum für Menschen mit Behinderung auf.

Die Mehrheit der Rollstühle, die in Interlaken geflickt werden, werden an dieses Zentrum geliefert. «Die Qualität der Schweizer Rollstühle ist sehr hoch, selbst wenn sie ausgemustert werden», sagt Wissler. Zum Teil seien sie sogar besser als Rollstühle, die von Hilfsorganisationen neu angeschafft werden. Der Rollaid-Geschäftsleiter findet: «Das Rollstuhl-Recycling in Interlaken lohnt sich auf jeden Fall.»

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