Weshalb verlassen immer mehr Walliser ihr Dorf?

Die Bevölkerung in der Walliser Talebene nimmt stetig zu. Die Agglomeration Brig-Naters-Visp ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Talgemeinden werden immer grösser, die Bergdörfer immer kleiner. Was tun?

Vielen Bergdörfern gehen langsam aber sicher die Bewohner aus. Diese Entwicklung scheint unaufhaltsam: Eine kürzlich vom Kanton Wallis publizierte Studie zeichnet für die Bevölkerungsentwicklung in den Bezirken Goms und Raron ein düsteres Bild.

Bevölkerungszahlen nach Bezirken

1991200120102015202020252030
Goms4'8364'9314'7454'5794'4764'3494'221
Raron10'28110'92910'82910'81010'73410'62010'508
Brig21'97123'53425'03326'29227'32527'98228'303
Visp24'97827'02827'93428'91029'47429'48229'310
Leuk11'46711'99112'29412'45412'55812'55112'499
Oberwallis gesamt73'53378'41380'83583'04684'56784'98584'841

(Daten aus der Bevölkerungsstatistik des Kanton Wallis)

Weshalb verlassen immer mehr Leute ihre Heimatdörfer? Was kann dagegen unternommen werden? Und: Wie verändert diese Berg-Tal-Bewegung den Kanton?

Über diese Fragen diskutieren Fachleute, Politiker und Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich ganz bewusst für oder gegen das Leben und Arbeiten im Bergdorf entschieden haben.

An der Gesprächsrunde in Brig-Glis diskutieren:

  • Thomas Egger, Direktor Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete SAB
  • Raimund Rodewald, Geschäftsführer Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL
  • Beat Rieder, CVP-Fraktionschef im Walliser Kantonsparlament
  • Niklaus Furger, Gemeindepräsident von Visp
  • Judith Kreuzer, Innenarchitektin und Designerin
  • Rinaldo Andereggen, Bauunternehmer

Das Stadt-Land-Gespräch findet am 17. November 2014 um 17.15 Uhr im Zeughaus Kultur in Brig-Glis statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Zeughaus Kultur

Stadt-Land-Gespräche: eine Veranstaltungsreihe des Regionaljournals und der SRG Bern Freiburg Wallis.