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Bern Freiburg Wallis Wieder darf ein Walliser Wolf geschossen werden

Ein Wolf hat im Wallis 38 Schafe gerissen. Nun erlaubt der Kanton den Abschuss.

Legende: Video Wolf zum Abschuss freigegeben abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 13.08.2015.

Zwischen dem 19. Juni und dem 8. August hat ein Wolf im Vallon de Réchy und im Val d’Anniviers 38 Schafe getötet. Nun ordnet Staatsrat Jacques Melly den Abschuss an. Der Wolf hat die Schafe in einem Gebiet gerissen, in dem die Schafe nicht oder nur kaum vor dem Wolf geschützt waren.

Laut einer Mitteilung des Kantons befinden sich die betroffenen Alpen nich in einem Herdenschutz-Schwerpunktgebiet. Sie wurden nicht für den Herdenschutz als prioritär eingestuft. «Wir haben in dieser Region nicht mit Wolfsangriffen gerechnet», sagt der Walliser Jagdinspektor Peter Scheibler. «Nun wurden die Schäden zu grosse – wir müssen handeln», so Scheibler. Kurzfristig eingerichtete Massnahmen hätten den Wolf zu wenig abgeschreckt.

Die Abschussbewilligung stützt sich gemäss der Kantonsmitteilung auf die Bestimmungen der eidgenössischen Jagdgesetzgebung. Der Kanton Wallis erteilt zum 10. Mal eine Abschussbewilligung. Zum letzten Mal wurde 2013 im Goms ein Wolf legal geschossen. Der Kanton beginnt nun mit der Planung des Abschusses, der Entscheid kann aber noch angefochten werden.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Nadia Lu, Bern
    Interessant ist, dass man sich in der Walliserregierung durchaus bewusst war, dass die Herden zu wenig geschützt wurden. Da stellt sich bei mir die Frage, wieso nicht bereits nach den ersten Schaffen mit Herdenschutzmassnahmen aufgerüstet wurde? Aber offensichtlich hat man gewartet bis genug Schaffe getötet wurden, damit eine Legitimation besteht den Wolf abzuknallen.
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  • Kommentar von m.moser, Rongellen
    Dem Walliser geht's doch nicht um die Schafe. Diese werden subventioniert und bei Verlust durch den Wolf auch noch ersetzt. Obwohl sich diese komische Landwirtschaft ohne Subventionen schon lange nicht mehr rentiert. Dem Walliser geht's einzig und alleine um seine Jagdbeute. Sie wird ihm durch den Wolf streitig gemacht. Wenn er schon Geld vom Steuerzahler erhält, soll er gefälligst seine Schäfchen schützen. Der Politiker jedoch braucht seine Jägerschäfchen damit er gewählt wird.
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  • Kommentar von Andy Zimmermann, Muttenz
    Ohne Subventionen keine Schafe das heisst auch keine gerissenen Schafe. Keine Subventionen mehr ins Wallis währe wohl die beste und einfachste Lösung.
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