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Illegaler Abschuss Wölfin im Wallis getötet

Legende: Video Wolf im Wahlkampf abspielen. Laufzeit 04:47 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.02.2017.
  • Im Wallis ist ein weiblicher Wolf getötet worden. Das erwachsene Tier wurde gewildert.
  • Spaziergänger haben den Kadaver in einem Wald in Mayoux im Val d'Anniviers entdeckt. Für eine Autopsie ist der Kadaver ins Institut für Pathologie der Universität Bern gebracht worden.
  • Die Polizei sucht Zeugen. Die kantonale Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.
  • Die Gruppe Wolf will Hinweise auf Wilderer mit 10'000 Franken belohnen.

Die Gruppe Wolf Schweiz kritisierte das Wallis umgehend. «Die ausgesprochen lockere Abschusspolitik des Kantons Wallis vermag die Wilderei auf den Wolf offenkundig nicht einzudämmen», heisst es in einem Communiqué. Da die getötete Wölfin möglicherweise zu einem neuen Wolfspaar gehöre, stehe die Bildung weiterer Rudel auf der Kippe.

Die Gruppe will Hinweise, die ihr gemeldet werden und die zur Ergreifung von Wolfswilderern führen, mit 10'000 Franken belohnen. Sie distanziert sich dabei «ausdrücklich» von jeglicher Selbstjustiz. Sie will Hinweise umgehend den zuständigen Strafverfolgungsbehörden übergeben und nicht veröffentlichen.

Wallis will selbst entscheiden

Erst kurz vor Weihnachten war ein weiblicher Jungwolf in der Augstbordregion geschossen worden – allerdings mit Erlaubnis des Bundesamts für Umwelt. So sollten einerseits das Rudel verkleinert und anderseits andere Wölfe abgeschreckt werden.

Der strenge Schutz des Wolfs und anderer Grossraubtiere geht vielen jedoch zu weit – insbesondere seit im vergangenen Herbst erstmals ein Wolfsrudel im Oberwallis bestätigt wurde. Vor Monatsfrist haben Exponenten aus den Reihen von CVP und CSP Oberwallis die kantonale Volksinitiative für ein «Wallis ohne Grossraubtiere» eingereicht.

Mit der Initiative soll der Bestand an Grossraubtieren reguliert werden können. Der Kanton könnte selbst entscheiden, wie viele Wölfe oder Luchse in den Wäldern des Kantons für eine ausgeglichene Fauna geduldet werden. Das widerspricht allerdings der Berner Konvention, die gewisse Wildtierarten wie den Wolf wegen ihrer geringen Anzahl schützt.

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Der Wolf und die Walliser Schafbesitzer seien zum wichtigen Wahlthema geworden, meldete "Schweiz aktuell" heute Abend! Da bin ich aber gespannt, ob der Wolf nach dem fressen von Rotkäppli's Grossmutter auch alle Schafsbesitzer fressen wird (und die Wahlen manipulieren kann!).
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  • Kommentar von Ferdi Weibel (weibel)
    Beachtlich, das der Wolf in der CH über eine derart grosse Fangemeinde verfügt. Das spricht für die CH. Nur, Retorsionen gegen den Kt. VS sind wohl nicht ernst gemeint, auch wenn die Wut verständlich ich. Wolf und Luchs fehlten lange Zeit in unserem Land. Nun, da sie wieder da sind, bleibt zu hoffen, dass künftige Generationen das auch so wollen, gerade im VS. Es braucht eben Zeit - und im VS halt etwas mehr.
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    1. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      Doch Herr Weibel, wenn ich sage dass ich keinerlei walliser Produkte menr kaufe, dann meine ich das durchaus ernst und handle auch so.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    An SRF: Wo ist das Bild des getöteten Wolfes geblieben? Wenn ein Mensch bei einem Vorfall verletzt/getötet wird, zeigt ihr auch nicht Bilder von Leuten beim Shoppping oder Spazieren.
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