Kantonale Wahlen Wundenlecken bei der Freiburger SVP

Die Volkspartei gehörte bei den kantonalen Wahlen letzten Herbst zu den Verliererinnen. An der ersten Versammlung nach den Wahlen suchte die Partei nach den Gründen für das Scheitern.

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Bildlegende: Hängende Köpfe und fragende Gesichter bei der freiburgischen SVP. Matthias Haymoz/SRF

Kein Sitzgewinn im Kantonsparlament, weiterhin nicht in der Kantonsregierung vertreten und das einzige Oberamt (Vivisbachbezirk) verloren: Der Wahlherbst war für die SVP wahrlich kein goldiger. Wer ist Schuld an der Niederlage? Die Meinungen an der Parteiversammlung gingen auseinander.

  • Die Bündnispartner sind schuld, meinte etwa Kantonalpräsident Roland Mesot. FDP und CVP hätten entweder ihre Wähler nicht wirklich mobilisiert – oder trotz einer gemeinsamen Staatsrats-Liste nicht SVP gewählt.
  • Die Parteileitung ist schuld, kritisierte alt Grossrat Josef Binz: Die Partei hätte für die Staatsratswahlen lieber eine deutschsprachige Frau aufgestellt, als einen französischsprachigen Mann.
  • Die Grossräte sind schuld, gestand Fraktionspräsident Emanuel Waeber ein. Wegen dem bürgerlichen Bündnis hätten sie im Wahljahr nicht so pointiert politisiert wie sonst.

Was das für die nächsten Wahlen heisst, liess die Parteileitung offen. Auch deshalb, weil Parteipräsident Roland Mesot auf nächsten April seinen Rücktritt eingereicht hat.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 6:32 Uhr)