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Bezirks-Oberamtmann Manfred Raemy zur Fusionsdynamik im Sensebezirk
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Zusammenschlüsse von Gemeinden Der Sensebezirk legt zu mit Fusionsprojekten

Am 19. Mai stimmen die Gemeinden Tafers, St. Antoni und Alterswil über eine Gemeindefusion ab. Die neue Gemeinde wäre mit rund 7500 Einwohnerinnen und Einwohnern die achtgrösste Gemeinde im Kanton Freiburg. 2015 haben bereits Plaffeien, Oberschrot und Zumholz ja gesagt zu einem Zusammenschluss. Woher kommt die neue Dynamik im Sensebezirk?

Manfred Raemy

Manfred Raemy

Oberamtmann des Sensebezirks

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Der parteilose Wünnewiler ist seit 2017 Oberamtmann, was der Funktion eines Regierungsstatthalters entspricht. Gleichzeitig ist er auch Präsident des Gemeindeverbands Region Sense – vor seiner Wahl in das Oberamt war er dessen Geschäftsführer.

SRF News: Die Sensler Gemeinden sind relativ gross im Vergleich zu anderen Gemeinden im Kanton – nun hat man gemerkt, es geht noch grösser?

Manfred Raemy: Ja. Es ist so, dass die Gemeinden je länger je mehr Aufgaben übertragen erhalten vom Kanton. In der Raumplanung zum Beispiel werden die Anforderungen immer grösser. Die Gemeinden müssen dort Ressourcen schaffen können, da braucht es eine gewisse Grösse. Früher reichte eine Person, heute braucht es Spezialisten: Raumplaner oder Juristinnen. In grösseren Gebilden ist das einfacher zu finden.

Die grösste Gemeinde im Bezirk, Düdingen, ist auch das Wirtschaftszentrum – Tafers ist aber der Bezirks-Hauptort. Wenn nun Tafers fusioniert, stärkt man damit auch das Herz des Bezirks?

Düdingen ist das wirtschaftliche Zentrum, Tafers das politische. Es ist aber so, dass Tafers der kleinste Hauptort im Kanton Freiburg ist, verglichen mit den anderen Bezirken. Ich habe schon das Gefühl, dass wir das politische Zentrum stärken mit diesem Zusammenschluss, es wird die achtgrösste Gemeinde im Kanton.

Als deutschsprachige Minderheit ist es wichtig, dass wir ein starkes politisches Zentrum haben.

Als deutschsprachige Minderheit ist es wichtig, dass wir ein starkes politisches Zentrum haben, um unsere Anliegen auf kantonaler Ebene deponieren zu können.

Der Sensebezirk ist eingeklemmt zwischen Bern und Freiburg – und auch dort ist eine Grossfusion geplant. Umso mehr muss sich der Sensebezirk fragen, wie kann ich mich in diesem Sandwich behaupten?

Das ist richtig. Das ist eine schwierige Aufgabe: Ich kann nicht sagen, ob wir noch grössere Gemeinden brauchen. Ich glaube, mit Gemeinden zwischen 5000 und 10'000 Einwohnern haben wir eine gute Grösse. Aber auch im Seebezirk sehen wir, dass der Hauptort Murten durch Fusionen immer grösser wird. Wir müssen uns deshalb im ganzen Kanton positionieren können.

Es muss nicht immer eine Fusion sein, es gibt auch andere Formen der Zusammenarbeit.

Es muss aber nicht immer eine Fusion sein, es gibt auch andere Formen der Zusammenarbeit. Wir haben zum Beispiel den Gemeindeverband, welcher die vier Orientierungsschulen im Bezirk gemeinsam finanziert, wir haben ein Gesundheitsnetz oder die Region Sense für die wirtschaftliche Thematik.

Das Gespräch führte Patrick Mülhauser.

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