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Verlorenes Bauland
Aus Schweiz aktuell vom 25.04.2016.
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Bern Freiburg Wallis Zwei Drittel der Walliser Gemeinden verlieren Bauland

Im Kanton Wallis beginnt eine neue Etappe in der Umsetzung des Raumplanungsgesetzes. Der zuständige Staatsrat, Jean-Michel Cina, hat den Entwurf des kantonalen Richtplans vorgestellt. Daraus geht hervor, dass 1096 Hektaren Bauland ausgezont werden müssen.

Mit dem Entwurf des kantonalen Richtplans zur Umsetzung des Raumplanungsgesetzes will Staatsrat Jean-Michel Cina die Rückzonungen des Baulandes auf ein Minimum beschränken.

Der Kanton Wallis besitzt eine Bauzonen-Reserve, welche 2134 Hektaren grösser ist als es das eidgenössische Raumplanungsgesetz vorsieht. Davon will der Kanton Wallis nur die Hälfte auszonen. Die andere Hälfte will er als Reservezone für die nächsten 30 Jahre blockieren.

Der Bund ist mit unserer Strategie grundsätzlich einverstanden.
Autor: Jean-Michel CinaStaatsrat

Im Kanton Wallis müssen folglich 1096 Hektaren Bauland ausgezont werden. Zwei Drittel der Walliser Gemeinden sind von diesen Auszonungen betroffen. Jean-Michel Cina sagt: «Betroffen sind vor allem viele Tourismusgemeinden, welche aufgrund ihrer Erwartungen zu grosse Bauzonen haben. Im Oberwallis ist insbesondere das Goms betroffen.»

Positive Signale aus Bundesbern

Der Walliser Entwurf für die Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes hat erste positive Signale aus Bundesbern erhalten, wie die Kantonsregierung am Montag bekanntgab. Das Raumplanungsgesetz (RPG) kam im Wallis von Beginn weg nicht gut an. Als einziger Kanton der Schweiz sagte das Wallis bei der Abstimmung vom 3. März 2013 Nein zum revidierten RPG, mit wuchtigen 80,4 Prozent.

Um die Zahl der Rückzonungen möglichst gering zu halten, will die Regierung weiter in die Zukunft blicken und Siedlungsgebiete festlegen, welche die Entwicklungen für die nächsten 25 bis 30 Jahre berücksichtigen.

Der Entwurf des kantonalen Richtplans wird vom 29. April bis zum 30. Juni 2016 öffentlich aufgelegt. Anschliessend wird dieser Entwurf dem Grossen Rat und dann dem Bundesrat zur Genehmigung unterbreitet.

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