Zwei Lawinentote im Berner Oberland

In Adelboden wurde am Samstagmittag ein Mann verschüttet. In Mürren kam in der Region Schilthorn eine Stunde später ein Snowboarder in ein Schneebrett. Beide waren ausserhalb der markierten Pisten unterwegs.

Ein Schneebrett in einem Steilhang. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Lawinengefahr ist an vielen Orten gross. Keystone

Der Mann, der am Samstagmittag im Gebiet Luegli bei Adelboden von einem Schneebrett verschüttet worden war, konnte von den Rettungskräften geborgen werden. Der 31-Jährige starb aber am Abend im Spital.

Eine Stunde später ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung über einen Lawinenniedergang bei Mürren ein. Ein Snowboarder wurde verschüttet. Der 28-Jährige konnte zwar durch Rettungshunde lokalisiert werden. Die Rettungskräfte konnten den Mann aber nur noch tot bergen, schreibt die Berner Kantonspolizei in einer Mitteilung. Beide Schneesportler waren ausserhalb der markierten Pisten unterwegs.

Neben Gebirgsspezialisten der Kantonspolizei Bern waren auch Angehörige der Alpinen Rettung Schweiz und des SAC sowie die Rega, die Air Glaicers und Mitarbeiter der Bergbahnen im Einsatz.

Wie Fritz Jost, Leiter Technik Berg der Bergbahnen Adelboden sagt, werde überall vor der grossen Lawinengefahr gewarnt. «An den Panoramatafeln wird das Lawinenbulletin ausgehängt. Ab Stufe drei blinkt zudem die orange Lampe.» Er müsse einmal mehr an die Selbstverantwortung jedes Einzelnen appellieren.

Erhebliche Lawinengefahr im ganzen Alpengebiet

Die Lawinenniedergänge haben über das Wochenende in der Schweiz acht Todesopfer gefordert. Am Piz Vilan im Prättigau geriet am Samstagnachmittag eine neunköpfige Tourengruppe in eine Lawine. Fünf Menschen kamen ums Leben. Und in der Obertoggenburger Gemeinde Wildhaus löste ein Variantenskifahrer am Samstagnachmittag ein Schneebrett aus. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Glimpflich ging ein Lawinenunfall oberhalb von Verbier im Wallis aus. Am Samstagmittag waren zwei Skifahrer von einer Lawine verschüttet worden. Die Rettungskräfte konnten sie aber schnell aus den Schneemassen befreien. Die Skifahrer wurden nur leicht verletzt.