Zweiter Anlauf für ein neues Walliser Spitalgesetz

Nach dem wuchtigen Nein der Walliser vor zwei Jahren legt die Regierung nun einen neuen Vorschlag für eine Revision des Spitalgesetzes vor. Die Anliegen der Neinsager seien darin weitgehend berücksichtigt worden.

Flugaufnahme des Spitals in Sitten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Spital in Sitten soll zum Kantonsspital werden. Keystone

Vor zwei Jahren wurde befürchtet, dass mit den neuen Bestimmungen die Regionalspitäler zu viel Substanz an das Zentrumsspital in Sitten verlieren würden. Weiter verlangten vor allem die Ärzte mehr Mitspracherecht in der Spitalleitung. Die Oberwalliser verlangten zudem eine bessere Umsetzung der Zweisprachigkeit im Spital in Sitten bei jenen Disziplinen, die dort für den ganzen Kanton zentralisiert sind. Die Regierung hat diesen Anliegen beim zweiten Entwurf jetzt weitgehend Rechnung getragen.

So sollen die Regionen im Verwaltungsrat des Spitals Wallis angemessen vertreten sein. Auch sollen die Ärzte und das Pflegepersonal vertreten sein. Das Spital Sitten soll den Status eines Kantonsspitals erhalten aber die Zentralisierung soll klar begrenzt werden. Der Grosse Rat muss jetzt prüfen, ob ihnen diese Zusicherungen genügen. Das Parlament wird das Gesetz im nächsten Jahr beraten. Anfang 2015 soll es in Kraft treten.