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Graubünden 11 Regionen = mehr Arbeit für die Gemeindepräsidenten

Durch die Strukturreform steigen die Anforderungen an die Gemeindepräsidenten. Vor allem die Arbeit in der Gemeindepräsidentenkonferenz der Regionen wird die Politiker fordern. Trotzdem wollen oder können bisher nur wenige ihr Pensum aufstocken. Dies zeigt eine Umfrage von Radio SRF.

Ansicht Trimmis
Legende: In Trimmis soll das Pensum des Gemeindepräsidenten aufgestockt werden. Upload by Adrian Michael (via wikipedia)

Eine Umfrage von Radio SRF bei den Bündner Gemeinden zeigt: Der allergrösste Teil der Gemeinden plant bisher nicht, das Pensum des Gemeindepräsidenten oder der Präsidentin aufzustocken. Einzig Pontresina und Trimmis schlagen ihrer Stimmbevölkerung ein höheres Pensum von plus 20% vor. In beiden Gemeinden heisst es, die Gebietsreform sei der Auslöser gewesen, aber nicht der Hauptgrund.

Den Ausschlag gegeben, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Aufgaben für die Gemeinden umfangreicher und komplexer geworden sei. Beat Niederer, Gemeindepräsident von Trimmis, erwähnt in einem Mail als Beispiele die Änderungen durch den neuen Finanzausgleich oder die Raumplanung.

An der Umfrage von Radio SRF beteiligte rund die Hälfte der über 120 Bündner Gemeinden. Für die allermeisten ist es noch kein Thema. Auch wollen viele abwarten, wie sich die Arbeitsbelastung mit den Regionen entwickelt.

Deutlich mehr Arbeit für den Präsidenten

Die Gemeindepräsidentinnen und Präsidenten nehmen neu Einsitz im Leitungsgremium der Region, der Gemeindepräsidentenkonferenz. Mehrmals pro Jahr werden dort Geschäfte vorbereitet und Entscheide gefällt. Für die Region selber rechnen mehrere angefragte Präsidenten mit einigen Stunden Aufwand pro Woche.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30

Deutlich mehr Zeit investieren - dies wurde mehrmals geäussert - müssen jedoch die Präsidenten des neuen Gremiums. Urs Marti, Stadtpräsident von Chur und Leiter der Arbeitsgruppe der Region Plessur (diese bestimmt, wie die Region in Zukunft funktionieren soll), rechnet mit 10% bis 20% mehr Aufwand. Um das Amt habe sich niemand gerissen. Nun sei vorgesehen, im Turnus alle drei Jahre das Präsidium neu zu vergeben. Bei anderen Regionen ist das nicht fix geregelt.

In den elf Bündner Regionen werden zurzeit die Statuten ausgearbeitet.Darüber entscheiden müssen dann die Gemeinden an einer Abstimmung.

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