Baumkrankheit Feuerbrand 1270 Apfelbäume in Zizers vernichtet

Im Bündner Rheintal wurde der grösste Feuerbrand-Befall verzeichnet, den es im Kanton je gab.

Welke Blätter an einem von der Krankheit befallenen Baum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Feuerbrand lässt die Blätter von Obstbäumen welken. Hier bei einem Birnbaum. Keystone

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Gregor Canova

Gregor Canova

RTR, R. Mühlemann

Berater beim Landwirtschafts-zentrum Plantahof in Landquart. Seit dem Jahr 2000 wird die Baumkrankheit Feuerbrand in Graubünden beobachtet. Die 1270 Bäume in Zizers stellten den grössten Fall dar, den es bislang im Kanton Graubünden gab.

SRF News: Gregor Canova, haben Sie eine Erklärung dafür, wie es zum Ausbruch in Zizers gekommen ist?

Gregor Canova: Die Bäume wurden erst im vergangenen März gepflanzt. Wegen der späten Pflanzung und dem Frost im April blühten sie relativ spät. Spät blühende Bäume sind grundsätzlich anfällig für Feuerbrand.

Die Bäume wurden inzwischen vernichtet. Kann sich die Krankheit dennoch weiter ausbreiten?

Es ist möglich, dass weitere Bäume befallen sind. Wer Kernobstbäume oder zum Beispiel auch Weissdornsträucher entdeckt, die welke Blätter haben, sollte die Beobachtung der Gemeinde melden.

Welche Lehren ziehen Sie aus dem Feuerbrand-Ausbruch?

Man sollte auf keinen Fall Apfelbäume im März pflanzen, sondern bereits im Spätherbst. So kann man das Risiko minimieren.

Das Gespräch führte Marc Melcher.