Zum Inhalt springen

Header

Audio
Die Gegner setzen sich für die Sonderjagd ein
abspielen. Laufzeit 02:39 Minuten.
Inhalt

Abstimmung Sonderjagd Breite Allianz setzt auf das traditionelle Bündner Jagdsystem

Seit gut 30 Jahren gibt es in Graubünden die Sonderjagd. Immer wieder hatte diese Jagd in den Monaten November und Dezember die Gemüter erhitzt. Nun kann sich die Bevölkerung am 19. Mai zur Initiative äussern.

Die Initianten der Sonderjagdinitiative haben ihre Argumente bereits im März offiziell präsentiert. Am Donnerstag hat sich auch das Komitee der Initiativgegner vor den Medien erklärt.

Eine Allianz aus Vertretern des Waldes, der Bauern und die Jägerschaft spricht sich für das heutige zweistufige Bündner Jagdsystem aus. Dieses System habe sich bewährt, es dürfe nicht gegen ein Experiment mit unbestimmtem Ausgang getauscht werden.

Hirsche erlegen, wenn sie da sind

Die vom Kanton vorgegebenen Abschusszahlen bei der Hirschpopulation könne man nur während der Sonderjagd erreichen, sagen die Befürworter. Sie stützen sich auf Studien, welche besagen, dass viele Hirsche erst im Spätherbst von Österreich nach Graubünden einwandern.

Wir können die Hirsche erst im November, wenn sie zu uns kommen jagen. Deshalb braucht es die Sonderjagd.
Autor: Robert BrunoldPräsident Bündner Patentjäger-Verband

«Wir können die Hirsche erst im November, wenn sie zu uns kommen jagen. Deshalb braucht es die Sonderjagd», sagt Robert Brunold, Präsident des Bündner Patentjäger-Verbands.

Ethik Argument zählt für Jagd-Befürworter nicht

Weil die Jäger während der Sonderjagd trächtige Tiere erlegen, wird diese Jagd von ihren Gegnern als hochproblematisch bezeichnet. Patentjäger-Präsident Brunold lässt dieses Argument aber nicht gelten: «Die Tiere werden so oder so erlegt. Ich verstehe den Unterschied von Ende Oktober zu Anfang Dezember nicht.»

Die Gegner der Sonderjagdinitiative befürchten auch, dass die Sonderjagd durch eine Regiejagd ersetzt werden könnte, falls die Initiative angenommen wird. Wenn die Jäger nicht mehr genug Tiere erlegen dürften, würden Wildhüter des Kantons diese Aufgabe übernehmen, so die Befürchtung. «Wir Jäger zahlen dafür, dass wir den Hirschbestand regulieren dürfen. Es kann nicht sein, dass diese Aufgabe verstaatlicht wird», erklärt Robert Brunold.

Über 100'000 Franken in der Abstimmungskasse

Die Gegner der Sonderjagdinitiative kämpfen vehement für das heutige Bündner Jagdsystem. Maximal werden 160 Tausend Franken ausgegeben für den Abstimmungskampf. Zum Vergleich: Die Gegenseite hat ein Budget von rund 40'000 Franken.

Video
Wird die Sonderjagd abgeschossen oder bleibt sie?
Aus Schweiz aktuell vom 29.04.2019.
abspielen
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Roland Gadient  (Roland Gadient)
    Diese Sonderjagt ist nun das abscheulichst und unwürdigste was es gibt. Das Problem kann man lösen mit der Verlängerung der bestehenden Jagd wenn man wolte. Es sieht nicht schön aus wenn im Nov./Dez. Wie in einem Schlachthof (Schnee/Regen/ Unweeter und Ruhzeiten für die Tiere) eine blutdrünstige Vereinnigung diese grausame Schlachtung vollzieht (schaut mal die Photo an, erscheinen nur im Unterland, der hiesige Mainstream will sich damit nicht die politischen Hände verbrenne).
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Asher Meng  (Ashi)
    Ich stimme für die notwenige Sonderjagd. Bin aber sicher gegen Jagd wo von Wildhüter in Zukunft erledigt würde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen