Alpenschutzkommission: Keine Olympischen Spiele in den Alpen mehr

Die Internationale Alpenschutzkommission Cipra hat vier Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Sotschi die Olympia-Diskussion neu lanciert. Sie fordert, dass in den Alpen keine Olympischen Winterspiele «in der jetzigen Form» geplant oder durchgeführt werden.

Flyer zur Abstimmung Graubünden 2020 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Alpenschutzkommission engagiert sich auch nach dem Nein zu «Graubünden 2022» gegen Olympische Spiele in den Alpen. Keystone

Die Alpenschutzkommision Cipra schreibt in einer Mitteilung vom Donnerstag, die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte hätten gezeigt, dass sich die Berge nicht für «diesen umweltzerstörerischen und ruinösen Grossanlass» eigneten. Unter Verweis auf die negativ ausgegangenen Volksabstimmungen in Graubünden und kürzlich in München schreibt die Cipra weiter, breite Kreise der Bevölkerung seien kaum mehr bereit, die Belastungen von Olympischen Winterspielen in Kauf zu nehmen. Die Alpen sollten olympiafrei bleiben, so wie sie es in den letzten acht Jahren gewesen seien.

Die Cipra selbst hat eigene Vorstellungen von künftigen Spielen. Sie betont, Olympische Winterspiele müssten wieder zu Spielen der Jugend und zu einem Symbol für Frieden und Freiheit werden.