«Am Anfang waren wir überfordert, nun läuft es besser»

Rund 50 unbegleitete jugendliche Asylsuchende sind derzeit in Davos untergebracht. Michèle Stephani, Leiterin des Asylzentrums spricht über ihre Müdigkeit und über ihre Integration. Auch räumt sie mit einigen Klischees auf.

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Bildlegende: Die Verarbeitung des Kulturschocks und das Lernen der Sprache ist eine grosse Herausforderung. ARCHIV SRF

Vor rund einem Jahr sind die ersten unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMAs) in Graubünden eingetroffen. Untergebracht sind sie in Davos. Wie Michèle Stephani, Leiterin des Asylzentrums Davos, im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Graubünden» sagt, sei das Zentrum mittlerweile fast voll:«Es wird langsam eng».

Im Umgang mit den Jugendlichen sei es wichtig, ihnen ein wenig Ruhe zu gönnen: «Sie müssen erst einmal in Davos ankommen.» Anschliessend ist das Ziel, dass die Jugendlichen möglichst schnell Deutsch lernen. Das klappe recht gut, mit einigen könne man relativ bald kurze Gespräche auf Deutsch führen.

Die meisten der Jugendlichen werden in der Schweiz bleiben. Ob sie hier auch Fuss fassen können, werde sich zeigen, sagt Stephani. Durch die Schulbildung die sie akutell erhielten, hätten sie immerhin einen guten Start, sagt Michèle Stephani.