Anzeige gegen Holocaust-Leugner in Chur

Weil sie an einer Veranstaltung in Chur den Holocaust geleugnet haben soll, ist die deutsche Juristin Sylvia Stolz nun von einem Berner Anwalt verklagt worden. Der Vorwurf: Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm.

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Bildlegende: Sylvia Stolz auf einem Bild aus dem Jahre 2007 als sie noch nicht mit einem Berufsverbot als Rechtsanwältin belegt war. Keystone

Ebenfalls eine Strafanzeige wurde gegen den Organisator der Veranstaltung, Ivo Sasek von der Organisation Anti-Zensur-Koalition (AZK), eingereicht. Sasek soll verschiedentlich Redner aus dem rechtsextremen Lager und aus Sektenkreisen zu seinen Veranstaltungen eingeladen haben. An dem im November in der Churer Stadthalle durchgeführten Anlass sollen 2000 Gäste anwesend gewesen sein.

Der Anlass sei geheim gehalten worden, schreibt dazu der Zürcher Tages-Anzeiger. Nur ein ausgewähltes Publikum habe dazu Einladungen erhalten. Saseks AZK prangert Meinungsmanipulation durch die Medien an.