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Graubünden Anzeige gegen Holocaust-Leugner in Chur

Weil sie an einer Veranstaltung in Chur den Holocaust geleugnet haben soll, ist die deutsche Juristin Sylvia Stolz nun von einem Berner Anwalt verklagt worden. Der Vorwurf: Widerhandlung gegen die Rassismus-Strafnorm.

Sylvia Stolz
Legende: Sylvia Stolz auf einem Bild aus dem Jahre 2007 als sie noch nicht mit einem Berufsverbot als Rechtsanwältin belegt war. Keystone

Ebenfalls eine Strafanzeige wurde gegen den Organisator der Veranstaltung, Ivo Sasek von der Organisation Anti-Zensur-Koalition (AZK), eingereicht. Sasek soll verschiedentlich Redner aus dem rechtsextremen Lager und aus Sektenkreisen zu seinen Veranstaltungen eingeladen haben. An dem im November in der Churer Stadthalle durchgeführten Anlass sollen 2000 Gäste anwesend gewesen sein.

Der Anlass sei geheim gehalten worden, schreibt dazu der Zürcher Tages-Anzeiger. Nur ein ausgewähltes Publikum habe dazu Einladungen erhalten. Saseks AZK prangert Meinungsmanipulation durch die Medien an.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Mira Christ, Adligenswil
    Das einzige, was relevant für eine Anklage wegen Verletzung der Rassismus-Norm ist, sind die respektlosen, verleumderischen Schlagworte mit denen die Referentin als auch der Veranstalter abgestempelt werden. Wer nimmt sich das Recht heraus, "Sektengründer" und "Nazi-Sympathisantin" rechtsverbindlich zu definieren? Noch dazu nicht aufbauend auf Fakten oder tatsächlichen Aussprüchen, sondern auf persönlichen Aversionen irgendeines unerzogenen Tagesanzeiger-Schreiberlings?
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  • Kommentar von Mathias Ebert, Köln
    Rechtsextreme auf der AZK? Wenn das Thema nicht so traurig wäre müsste man lachen. Liebe Leser sehen Sie sich doch das Publikum der AZK mal in einem Video an. Bunter geht es garnicht. Es sind so viele Nationen und Religionen (Mulime, Christen und auch Juden) dabei, dass es ein Rechtsextremer Spinner ziemlich schwer haben dürfte auch nur 3 Minuten auf der Bühne zu reden. Es lohnt sich, sich selber ein Bild zu machen. Trauen Sie sich !
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  • Kommentar von Udo Schröder, Tübingen
    Ich habe mir die Berichterstattungen mehrerer schweizer Zeitungen angesehen und siehe, alle haben wortwörtlich den gleichen Text. Komisch - wieso schreiben die Redakteure nicht eigene Berichte?
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    1. Antwort von Ash Hollow, Herfeld
      sehr eigenartig, fällt mir auch auf
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